Date II am Jyllinge Yachthafen, Roskilde Fjord

Eine Ehe muss gepflegt werden, besonders wenn kleine Kinder da sind. Da unsere Babysitterin nach einem Semester in Schottland wieder nach Dänemark zurückgekehrt ist, haben wir wieder mehr Möglichkeiten für einen regelmäßigen „Ehe-Service“.

Gestern war es wieder so weit: Nach einer kurzen Kinder-Übergabe machten wir uns auf den Weg zu „Ny Asian“, dem chinesischen Restaurant am Yachthafen von Jyllinge am Roskilde Fjord. Ich lud meinen Mann ein, zum Dankeschön dafür, dass er mir im letzten Monat den Rücken freigehalten hatte. Aufgrund meines Jobwechsels und der Hochsaison bei DanCenter war ich in den letzten Wochen sowohl physisch als auch mental oft abwesend.

Wir saßen bei herrlich milden Temperaturen auf der Restaurantterrasse, genossen die Aussicht und stießen mit einem Glas Rosé auf meinen ersten interessanten Arbeitstag bei SISO Denmark an.

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Danach schlugen wir uns die Bäuche mit Sushi und anderen Leckereien vom chinesischen Buffet voll.

Bei unseren Dates am Jyllinge Yachthafen gibt es immer diese wunderbaren Lichtspiele am Himmel. Oder sieht es am Roskilde Fjord jeden Abend so aus?

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Eine Ära geht zu Ende… nein, zwei!

Good-bye, DanCenter!
Eine Ära ist heute zu Ende gegangen.

Gestern hatte ich meinen letzten Tag im Kundenservice von DanCenter. Der Tag stand ganz im Zeichen meines Abschieds. Ich hatte meinen Kollegen das Versprechen abgenommen, keine Tränen zu vergießen. Als ich jedoch morgens zum letzten Mal mein Büro betrat, dauerte es exakt fünf Minuten, bevor ich dieses Versprechen selbst brach.

Dank unzähliger E-Mails verschiedener Ferienhauskunden fasste ich mich wieder. Gegen Nachmittag ging ich eine Runde durchs Haus und verabschiedete mich von all den Kollegen, die gerade nicht in Urlaub waren.

Abends fuhr ich mit meinem Kundenservice-Team in die Innenstadt Kopenhagens, wo wir im kleinen Kreis in einem italienischen Restaurant (The Italian) gebührend Abschied feierten. Wir hatten einen fantastischen Abend mit gutem Essen, Wein, schrägen Themen, hohem Geräuschpegel und lustigen Erinnerungen. Zu erwähnen wäre noch die erste Lasagne meines Lebens, die über 20 Euro kostete! Dies finde ich sogar für Schicki-Micki-Kopenhagen bemerkenswert. Zumal ich ohne Vor- und Nachspeise von dem Schüsselchen nicht unbedingt satt geworden wäre… Eine Ära geht zu Ende… nein, zwei! weiterlesen

Gefühlsausbruch des Himmels

Seit ein paar Wochen herrscht in unserem kleinen Ort am Rande von Kopenhagen nicht nur eine „Wärmewelle“ sondern auch hartnäckige Dürre!

Hoffnungsvoll verfolgen wir daher den täglichen Wetterbericht und warten auf die Ankündigung eines klitzekleinen Wolkenbruchs.  Denn unser Garten leidet. Er ist es nicht gewohnt, wochenlang der brütenden Sonne zu trotzen, ohne dass ein einziger Regentropfen vom Himmel fällt.

Bisher ist noch jeder vorhergesagte Wolkenbruch knapp an unserem Wohnort vorbeigezogen. Während es nördlich, südlich, westlich und östlich von uns zwischendurch doch mal geregnet hat, ist unser Garten nach wie vor trocken. F*rztrocken. 🙂

Mit Mühe und Not erhalten wir mit regelmäßiger „Handwässerung“ die meisten Pflanzen am Leben. Nicht alle haben dies überlebt. Schließlich haben wir auch andere Dinge zu tun als täglich den großen Garten zu wässern. In Dänemark scheint es auch nicht üblich zu sein, regelmäßig den Garten zu wässern. Jedenfalls habe ich noch keinen einzigen Nachbarn seinen Rasen sprengen sehen…. was im Normalfall auch nicht notwendig ist.

Heute endlich war es soweit! Der Wettergott hatte ein Einsehen mit unserem kleinen Wüsten-Flecken. Oder einen spontanen Gefühlsausbruch direkt über uns.

Unser Garten (und besonders der Rasen) atmete auf:

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Hitzewelle und Tropennächte in Dänemark

Dänemark schwitzt!

Das sonst so kühle skandinavische Land hat sich temperaturmäßig in eine Mittelmeerregion verwandelt. Die Wetterkarte zeigt schon seit Tagen folgendes Bild:

Varme - masser af varme og op til 30 grader denne fredag.

Quelle: http://www.dr.dk

Hochsommer in Dänemark. Da wir hier oben derartige Temperaturen nicht gewohnt sind, und schon gar nicht mehrere Tage am Stück, leiden wir ein wenig unter der Hitze. Klimaanlagen sind eher dünn gesät, so dass die Bevölkerung in Dänemark dampft und schwitzt – in Bus & Bahn, am Arbeitsplatz und in den eigenen vier Wänden. Pünktlich zum Sommer ist auch wieder die Klimaanlage meines aus Deutschland importierten alten Opel Astras ausgefallen. Eine Reparatur lohnt sich nicht mehr.  Hitzewelle und Tropennächte in Dänemark weiterlesen

Die kleinen Geheimnisse des Eltern-Daseins: Der Windel-Marathon

Als ich das erste Mal schwanger war und mein wachsender Bauch der Außenwelt verriet, dass auch ich gedenke, bald in den Club der Eltern dieser Welt einzutreten, wurde ich mit unzähligen Ratschlägen, Informationen und persönlichen Erfahrungen überhäuft. Relativ schnell wurde mir klar, dass ich mich auf ein größeres Projekt eingelassen hatten. Dank der unerschöpflichen Informationsquellen im Internet, der hilfreichen Online-Ratgeber zu den Themen Schwangerschaft und Baby sowie des überwältigenden Bücher-Angebot kann man sich jedoch zumindest theoretisch auf die kommende Aufgabe vorbereiten.

Doch so umfassend und detailliert man sich heutzutage informieren kann: Einige Themen rund ums Thema Schwangerschaft & Baby werden eher stiefmütterlich behandelt. Und hat Dich das Baby schließlich mit seiner Geburt in eine neue Welt katapultiert, ist trotz aller Vorbereitungen dennoch „trial and error“ und „learning by doing“ angesagt.

Greifen wir an dieser Stelle mal ein eher profan erscheinendes Thema auf: Das „Windeln wechseln“!
Genauer: Der Windel-Marathon!

Bevor ich meine kleine Tochter in den Armen hielt, hatte ich mir über das Thema „Windeln“ nur sehr oberflächlich Gedanken gemacht. Das Baby füllt die Windel und erhält danach eine neue, so meine Idee dazu. Dass mit der Geburt nicht nur ein völlig neues Leben beginnt sondern gleichzeitig der Startschuss für einen Windel-Marathon fällt, war mir nicht bewusst.

Doch dies sollte sich schlagartig ändern.

Ich lag im Krankenhausbett, etwas außer Gefecht gesetzt von der Geburt. Äußerst zufrieden mit mir und der Welt hielt ich mein neugeborenes Wunder in den Armen. Verzückt schnupperte ich an der zarten Babyhaut. Die Haut war herrlich weich und roch wunderbar süß. Verliebt schnupperte ich weiter, als die bilderbuchhafte Idylle plötzlich gestört wurde. Was war das für ein scharfer Geruch? Die Kleine hatte doch nicht etwa…? Die kleinen Geheimnisse des Eltern-Daseins: Der Windel-Marathon weiterlesen

Baden am Roskilde Fjord – Marbæk Strand

Ein weiteres Sommer-Wochenende in Dänemark!

Nachdem ich gestern bei 30 Grad meinen allerletzten Samstags-Dienst bei DanCenter absolviert und stundenlang im Büro mit Feriengästen und DC-Kollegen im ganzen Land telefoniert habe, war es heute an der Zeit, den kostbaren Sommer in Dänemark auszunutzen.

Meine Idee war ein Tag am Strand in Kulhuse, da es mir dieser Strand am Isefjord bei unserem letzten Besuch wirklich angetan hat. Meine bessere Hälfte schlug jedoch ein neues Ausflugsziel hier in der Gegend vor: Den Marbæk Strand bei Frederikssund, Nordseeland, Dänemark. Kulhuse sei so weit weg. Wohlgemerkt: 30-40 Minuten mit dem Auto… Nun ja, die Einwohner Dänemarks haben einen anderen Bezug zu Entfernungen als wir Deutschen.

Der Marbæk Strand ist der nächstgelegene Strand von unserem Wohnort aus und liegt am Roskilde Fjord. 15 Minuten Autofahrt und wir waren da. Sogar mein Däne empfand die Entfernung als Katzensprung.

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Kindermund – Nr. 5

Frühmorgens in Dänemark, 4.43 Uhr.
Die skandinavische Sonne steht bereits am Himmel. Alle normalsterblichen Eltern befinden sich im Tiefschlaf. Plötzlich zupft es an meiner Bettdecke.

„Mama“, flüstert es.
„Mama, stå op! Det er morgentid!” (auf Deutsch: Mama, aufstehen! Es ist Morgenzeit!)

Vorsichtig öffne ich mein linkes Auge einen kleinen Spalt. Meine Tochter steht im Schlafanzug vor mir, mit ihrem Kuscheltier in der Hand. Ich beschließe, zu solch einer frühen Stunde noch kein Dänisch zu verstehen. Ich bin schließlich Deutsche. Trotz allem.

„Ich versteh´ kein Dänisch!“, murmele ich und drehe mich auf die andere Seite. Es folgt ein Moment der Ruhe. Ob ich weiterschlafen darf? Ich döse wieder weg.

Wenig später zupft es wieder an der Decke. Energischer diesmal.

„Mama“, höre ich nun auf klarem Deutsch, „Mama, aufstehen!
Es ist HELLZEIT!“

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