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Leben und Arbeiten in Dänemark – auf Auswandern2

Seit eineinhalb Jahren gibt der Blog Einblicke in meinen Alltag in Dänemark, persönlich gefärbt, in chaotischer Reihenfolge und natürlich nur mit den Themen, die mir gerade in den Sinn kommen und über die ich Lust habe zu schreiben 🙂

Als Gastbloggerin auf der Seite Auswandern2.de stellte ich mich jetzt aktuell einmal der Aufgabe, einen strukturierten Überblick über die wesentlichen Lebensbedingungen in Dänemark zu schreiben. Der Artikel richtet sich zum einen an potentielle Auswanderer, die sich mit dem Gedanken tragen, Deutschland zu verlassen, zum anderen aber auch an alle diejenigen, die sich ganz ohne Auswanderungsabsichten für Dänemark interessieren und die ebenfalls mehr über das Leben in diesem Land erfahren wollen.

Die Themen:
Dänemark allgemein
Die Sprache
Aufenthalt in Dänemark
Arbeiten in Dänemark
Wohnen in Dänemark
Lebenshaltungskosten in Dänemark
Auwandern mit Kindern nach Dänemark
3 interessante Fakten über Dänemark
Dänemark in einem Wort

Den Artikel findet Ihr unter der Rubrik “Länderinformationen”, in denen das Auswandern2-Team bereits zu einigen Ländern spannende Infos zusammengetragen hat. Es ist mir eine Ehre, an dieser Stelle das Leben in Dänemark präsentieren zu können. Da meine eigene Auswanderung schon ein paar Jährchen zurückliegt und man im neuen Land unweigerlich nach und nach betriebsblind wird, habe ich viele Themen nachrecherchiert und auf diese Weise auch noch einiges über meine Wahlheimat gelernt.

Hier gehts zum Artikel:
Auswandern nach Dänemark – in eines der weltweit glücklichsten Länder 

Viel Spaß beim Lesen!

Quelle Beitragsbild: http://www.flickr.com

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Digitales Dänemark IV

Nach drei Teilen “digitales Dänemark” war ich davon ausgegangen, dass ich mit meiner Blog-Serie über moderne Bereiche des dänischen Alltags das Ende der Fahnenstange erreicht habe. Mit dieser Vermutung lag ich falsch. Denn es gibt noch weitere Punkte, die hierbei erwähnenswert sind, die mir jedoch zunächst nicht als außergewöhnlich erschienen waren. Nach über sieben Jahren werde ich langsam aber sicher betriebsblind! Gut, dass mich der ein oder andere Blog-Leser an dieser Stelle unterstützt 🙂

Einige der Themen in dieser Serie hat Dänemark sicherlich nicht für sich allein gepachtet. Ich habe allerdings den Eindruck, dass Dänemark gerne als Pionier voranprescht und dass sich einige moderne Ansätze schneller bei der dänischen Bevölkerung durchsetzen und bewähren als in anderen Ländern.

Beginnen wir zum Beispiel mit den Tankautomaten. Die erste Tankstelle, an der man ganz ohne persönlichen Kontakt tanken und bezahlen konnte, habe ich vor über 10 Jahren in Frankreich entdeckt. Insofern ist das Thema ein alter Hut. Schließlich bietet es sich wirtschaftlich gesehen überall an, Personal einzusparen bzw. parallel zum vorhandenen Personal die Öffnungszeiten der Zapfsäulen auf 24 Stunden am Tag auszuweiten. Ich erinnere mich auch an eine Tankstelle in meiner alten Heimat, die kurz vor meiner Auswanderung einen Tankautomaten aufstellte. Damals ein absolutes Novum in der Gegend. Sicherlich hat sich auch in Deutschland die Anzahl der Zapfsäulenautomaten in den letzten Jahren erhöht. Digitales Dänemark IV weiterlesen

10 weitere sprachliche Highlights Dänisch/Deutsch

Die Dänen sind ja so herrlich modern! In diesem Zusammenhang lassen sie auch gerne mal durchblicken, für wie altmodisch sie ihre deutschen Nachbarn halten.

Ein dänischer Bekannter amüsierte sich neulich darüber, dass wir Deutschen nicht „weekend“ sagen sondern das englische Wort eingedeutscht haben. Wochenende. Wir Deutschen seien so hoffnungslos altmodisch, so seine Aussage. Wir hätten schließlich auch einfach das englische Wort übernehmen können. So wie die Dänen.

Ich gestehe, darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Das Wochenende ist und bleibt ein Wochenende, und das ist gut so. Meinetwegen bin ich altmodisch. So what?

Kurz darauf stolperte ich in der Mittagspause über einen Artikel in einer dänischen Zeitung. Es ging um die Zunahme der bequemen Menschen im schönen Dänemark. Um diejenigen, die abends nach der Arbeit ihren Allerwertesten auf dem Sofa parken, die Füße hochlegen und sich den Rest des  Abends vom TV-Programm berieseln lassen. Über die letzten Jahre hinweig scheint es von dieser Sorte hier oben mehr und mehr zu geben.

Aha, ein Artikel über die „Couch Potatoes“ dieser Welt, war mein spontaner Gedanke. Mein Blick fiel auf die Überschrift und ich stutzte.
„Sofakartofler i Danmark“.
Ich blinzelte und las nochmal.
Tatsächlich.
Sofakartofler.

Ich verschluckte mich an meiner heißen Schokolade, die ich kurz vorher aus dem Automaten geholt hatte, und begann, unkontrolliert zu kichern. Meine neuen Kollegen sahen mich seltsam an. Ich schüttelte grinsend den Kopf und las weiter, suchte den Rest des Textes ab. Das musste Satire sein. Die modernen Dänen würden doch nicht etwa die englische „Couch Potatoe“ zur Sofakartoffel demontieren? 10 weitere sprachliche Highlights Dänisch/Deutsch weiterlesen

Digitales Dänemark III

In den Blog-Posts „Digitales Dänemark“ und „Digitales Dänemark II“ habe ich bereits einige Bereiche des modernen, dänischen Alltags vorgestellt. Heute geht es weiter mit einer kleinen Anekdote aus einem weiteren Bereich.

Als ich vor sieben Jahren in den Norden auswanderte, war ich der felsenfesten Meinung, Deutschland sei durch und durch ein sehr fortschrittliches Land. Mit leichter Skepsis blickte ich daher auf mein künftiges Leben in Dänemark, einem Land mit einer Einwohnerzahl, die etwas unter der meines Herkunftsbundeslandes Hessen liegt (obwohl Faröer Inseln und Grönland mit eingerechnet sind…).

Ich hatte Zweifel, ob ich in solch einem kleinen Land meinen bisherigen Lebensstandard würde halten können. Der Liebe wegen wischte ich meine Bedenken jedoch beiseite.  Ich nahm mir vor, meine Ansprüche etwas zu reduzieren. Schnell stellte ich allerdings fest, dass dies in vielen Bereichen gar nicht nötig war.

Wenige Monate nach meiner Auswanderung benötigte ich ein Medikament. Hierzu musste ich das erste Mal Kontakt mit meiner dänischen Ärztin aufnehmen. Diese Ärztin hatte ich bei meiner Anmeldung auf dem Borgerservice (= „Bürgerservice“ = z.B. auch Einwohnermeldeamt) aus einer Liste ausgewählt, ganz nach dem Prinzip „am liebsten eine Frau“ und „der netteste Name auf der Liste“.  Daraufhin erhielt ich meine gelbe Versicherungskarte zugesandt, auf der Name, Adresse und Telefonnummer meiner Ärztin aufgedruckt waren. Diese Karte ist gleichzeitig Ausweis und Legitimation hier im Lande.

Eines Tages fasste ich also den Plan, die Sprechstunde dieser Arztpraxis aufzusuchen, um mir ein Rezept für das Medikament ausstellen zu lassen. Meine bessere Hälfte informierte mich mit einem milden Lächeln, dass man in Dänemark den Arzt nicht wegen jedem Firlefanz persönlich aufsucht. Man telefoniert erst einmal mit ihm. Hierfür gibt es eine tägliche Telefonsprechstunde von 8 bis 9 Uhr. Während des Anrufes entscheidet der Arzt, ob er telefonisch eine Anweisung aussprechen kann oder ob der Patient zu einem persönlichen Termin erscheinen muss. So weit, so gut. Digitales Dänemark III weiterlesen

Digitales Dänemark

Dänemark ist ein kleines Land.
Dänemark ist jedoch trotz seiner Größe (oder möglicherweise gerade deswegen?) auch ein relativ fortschrittliches Land.
Ein „digitales Land“!

Als ich vor 7 Jahren aus Deutschland hierher kam, fiel mir dies sehr schnell auf. Beispielsweise hatte ich für meine Auswanderung einen riesigen Ordner vorbereitet, mit mühsam zusammengesammelten Bewerbungsunterlagen in mehrfacher Ausführung. Schließlich würde ich bald auf Arbeitssuche gehen und viele Bewerbungsmappen versenden, so mein naiver Gedanke. Die vielen beglaubigten Kopien meines Abi-Zeugnisses, die Arbeitszeugnisse und die ausgedruckten deutschen und englischen Lebensläufe liegen heute noch unberührt im Ordner. Denn Bewerbungen in Papierform waren zu diesem Zeitpunkt schon völlig überholt. Alles lief per E-Mail: einfach, schnell und schonend für Umwelt und Geldbeutel. Digitales Dänemark weiterlesen

7 Jahre in Dänemark

Gestern war ein großer Tag: Seit exakt 7 Jahren lebe ich in Dänemark!

Siebenstriche

Gestern vor 7 Jahren zog ich mit fahrigen Fingern am Flughafen in Frankfurt mein One-Way-Ticket hervor, schluckte vor meinem Vater die Abschiedstränen so gut es ging herunter und stieg mit einem kleinen Köfferchen ins Flugzeug nach Kopenhagen, voller Ungewissheit, was die Zukunft bringen würde.

Während des Fluges geisterten mir 1000 Fragen durch den Kopf:

Würde ich in Dänemark glücklich leben können, 1000 Kilometer von meiner Familie und Heimat entfernt?

Würde die Beziehung zu meinem dänischen Freund, der Auslöser für meine Auswanderung in den Norden, die Herausforderungen des Alltags bewältigen und daran wachsen?

Würde ich einen Job finden und mich in einem fremden Land etablieren können?

Würde ich in Dänemark ein Zuhause finden? 7 Jahre in Dänemark weiterlesen

Out of office Reply

I am out of office!
Beziehungsweise out of blog!

E-Mails oder Anfragen werden weder angesehen, weitergeleitet noch bearbeitet 🙂

Stattdessen treffen wir uns mit so vielen Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten wie möglich. Und räumen einmal den dm-Markt aus, damit wir für das nächste Halbjahr im teuren Dänemark wieder zu vernünftigen Preisen eingedeckt sind.

Der Landwirt direkt neben uns hat vor wenigen Tagen geerntet und arbeitet fleißig auf den Feldern. Mit etwas Glück umgehen wir mit unserer Reise nach Deutschland die Zeit, in der gedüngt wird….. 🙂

CIMG5462

Ich freue mich auf meine alte und einzige Heimat Deutschland und auf alle die lieben Menschen, die ich sehen werde!

Allen Blog-Lesern eine schöne Woche. Bis bald wieder!

LG aus dem Umland von Kopenhagen,

Mary