Schlagwort-Archive: Auswandern nach Dänemark

Digitales Dänemark

Dänemark ist ein kleines Land.
Dänemark ist jedoch trotz seiner Größe (oder möglicherweise gerade deswegen?) auch ein relativ fortschrittliches Land.
Ein „digitales Land“!

Als ich vor 7 Jahren aus Deutschland hierher kam, fiel mir dies sehr schnell auf. Beispielsweise hatte ich für meine Auswanderung einen riesigen Ordner vorbereitet, mit mühsam zusammengesammelten Bewerbungsunterlagen in mehrfacher Ausführung. Schließlich würde ich bald auf Arbeitssuche gehen und viele Bewerbungsmappen versenden, so mein naiver Gedanke. Die vielen beglaubigten Kopien meines Abi-Zeugnisses, die Arbeitszeugnisse und die ausgedruckten deutschen und englischen Lebensläufe liegen heute noch unberührt im Ordner. Denn Bewerbungen in Papierform waren zu diesem Zeitpunkt schon völlig überholt. Alles lief per E-Mail: einfach, schnell und schonend für Umwelt und Geldbeutel. Digitales Dänemark weiterlesen

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Serie: Ausgewandert nach Dänemark – Die erste Schulstunde in der dänischen Sprachschule – 1. Teil

Es gibt einen neuen Eintrag in der Serie
„Ausgewandert nach Dänemark“:

Die erste Schulstunde in der dänischen Sprachschule – 1. Teil

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Da die Beiträge für diese Blog-Serie chronologisch in der Vergangenheit einsortiert werden und damit nicht oben auf der Blog-Homepage erscheinen, werden die neuen Beiträge auf diese Weise mit Link angekündigt. 

Heimweh und Hindernisse

Drei Wochen nach meinem Umzug nach Kopenhagen trat schließlich ein, wovor ich mich gefürchtet hatte:

Ich bekam Heimweh!

Es fühlte sich allerdings ganz anders an, als ich mir vorgestellt hatte. Ich verspürte keinen Drang, nach Deutschland zurückzukehren. Las ich jedoch eine E-Mail von meinem Vater oder Bruder, brach ich hinterher in Tränen aus. Es dauerte danach jedes Mal eine ganze Weile, bis ich mich wieder gefangen hatte. Mein Däne stand meinen plötzlichen Ausbrüchen ein wenig hilflos gegenüber.

In meinem neuen Alltag hatte ich weiterhin das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Ständig gingen Kleinigkeiten schief. Überall gab es kleine Hindernisse zu bewältigen. Ich war neu in Dänemark und musste vieles neu erlernen. Dinge, die ich in Deutschland ganz selbstverständlich und ohne großes Nachdenken bewältigt hatte.  Heimweh und Hindernisse weiterlesen

Müde Beine und lange Arme

Das straffe Programm forderte seinen Tribut. Seit meinem Umzug nach Dänemark waren wir ausschließlich mit Putzen, Einrichten, Aussortieren und Umzugsarbeiten in den beiden Wohnungen beschäftigt. Wir waren mittlerweile beide gereizt und genervt. Da für mich auch schon das halbe Jahr vor der Auswanderung sehr anstrengend gewesen war, ging mir langsam die Puste aus.

Gleichzeitig waren wir mit all den notwendigen Erledigungen sehr weit gekommen und munterten uns gegenseitig immer wieder auf, dass es nicht mehr lange dauern könne bis zum gemütlichen gemeinsamen Dasein.

Zwischenzeitlich hingen in der neuen Wohnung auch endlich überall Lampen. Sehr von Vorteil in einer Jahreszeit, in der es mittags ab 16 Uhr schon dunkel wurde. Morgens wurde es erst ab 9 Uhr „hell“.  Hell hatte ohnehin eine neue Definition. Hell war sehr oft diesig und grau. Und meist auch ein bisschen nass. Müde Beine und lange Arme weiterlesen

Die ersten zarten Versuche eines Alltags

Der nächste Morgen war ein Montag. Unser gemeinsamer Alltag begann.

Sowohl mein Freund als auch ich mussten arbeiten. Der erste Home-Office-Schulungstag zwischen Kopenhagen und Mannheim war geplant. Der Internetzugang in der neuen Wohnung stand allerdings noch auf sehr wackeligen Füßen. Die Laptop-Anbindung funktionierte ebenfalls nur sporadisch. Meine Kollegin in Deutschland und ich kämpften uns mit unseren Telefonen tapfer durch den Tag. Das Arbeiten gestaltete sich an diesem Tag als äußert anstrengend. Sehr unbefriedigend. Nach dem geplanten halben Arbeitstag legten wir beide frustriert auf. Wie sollte das die nächste Zeit nur funktionieren? Die ersten zarten Versuche eines Alltags weiterlesen