Archiv der Kategorie: Seeland

In der Wintersonne am Liseleje Strand, Seeland, Dänemark

Damit das gestrige Naturschauspiel nicht gleich wieder in Vergessenheit gerät, gibt es heute „sonnige“ Fotos von einem Ausflug an den Liseleje Strand im November letzten Jahres.

In dieser Zeit bekam ich Besuch von meiner lieben Freundin aus Deutschland. Ihr Wunsch: Ein paar Stunden ans Meer fahren! Kraft tanken. Ich suchte auf der Landkarte also nach einem neuen Strand, den ich noch nicht kannte, und entschied mich für Liseleje Strand im Norden Seelands. Meinen Schätzungen zufolge lag  dieser Strand eine knappe Stunde entfernt. Für spontane Familienausflüge war uns dies meist zu weit und wir hatten uns bis zu diesem Zeitpunkt eher mit dem Roskilde Fjord und Isefjord zufrieden gegeben.

Umso erstaunter war ich, als meine Freundin und ich nach nur 35-40 Minuten das Ziel erreicht hatten. Das Meer ist näher als gedacht 🙂

Und Meer ist eben doch was anderes als Fjord…..

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Flucht aus dem Grau: Liseleje Strand, Seeland, Dänemark

In den letzten Wochen haben wir hier auf Seeland nur ganz vereinzelt die Sonne gesehen. Sie versteckt sich hartnäckig hinter riesigen Wolkentürmen und lässt uns nach und nach vergessen, dass es sie je gegeben hat. Die Tage zeigen sich in unterschiedlichen Grau-Tönen. Am Morgen verdrängt ein dunkles Anthrazit die tintenschwarze Nacht. Unmerklich geht dieses Dunkelgrau in ein schmutziges Mittelgrau über. Höhepunkt des Tages ist um die Mittagszeit herum schließlich ein helles Mausgrau! Danach bereiten sich die Lichtverhältnisse fleißig auf die kommende Nacht vor und die Grau-Nuancen entwickeln sich einfach wieder rückwärts. Grau in Grau. Farblos. Und das seit Wochen!

Der Lichtmangel führte bei uns zuhause langsam aber sicher zu klaustrophobischen Zuständen. Wir waren in der letzten Zeit schnell müde, antriebslos und oft auch mal gereizt. Uns allen und ganz besonders den Kindern fiel jedes Wochenende die Decke auf den Kopf. Zusätzlich zu dem Grau(en) am Himmel stürmte und regnete es oft, was nicht gerade dazu einlud, das Haus mit zwei Kleinkindern zu verlassen. Also tigerten wir alle vier rastlos durch unser Haus, das immer enger zu werden schien.

Letztes Wochenende sank meine Laune dann endgültig auf den Tiefpunkt. Samstag Morgen stellte ich fest, dass sich die Sohle meiner teuren Lieblingsstiefel löste. Gleich auf beiden Seiten. Die Stiefel, aus Deutschland importiert, hüte ich wie einen Schatz. Das raue dänische Wetter fordert jedoch seinen Tribut.

Für Samstag Nachmittag hatte ich mir vorgenommen, meinen Kleiderschrank aufzuräumen. Etwas lustlos öffnete ich den Schrank und wollte mich an die Arbeit machen. Doch beim Anblick der Klamotten verging mir der Elan. Der Farbmangel  am dänischen Winterhimmel spiegelt sich exakt in meiner skandinavischen Winterkleidung wieder: Schwarz, anthrazit, mausgrau, mittelgrau, beige, braun, hellgrau. Nicht zu vergessen schwarz. Kein einziger Farbtupfer war zu erkennen. Mit ein zwei Stündchen Aufräumen war es hier nicht getan. Der Kleiderschrank brauchte eine Generalüberholung für den Frühling! Sofern dieser überhaupt jemals kommt…

Januar und Februar in Skandinavien: Keine leichte Aufgabe fürs Gemüt. Ich brauchte dringend neue Energie!

Und wo holt man sich diese, wenn man in Dänemark lebt? Am Meer! Ich beschloss spontan, mit meiner Familie ans Meer zu fahren. Nicht an den Roskilde Fjord, nicht an den Isefjord. Ans „richtige“ Meer!

Zwei Monate zuvor hatte ich nämlich durch Zufall festgestellt, dass die Küste bei Liseleje in Nordseeland und damit das offene Meer genauso schnell zu erreichen sind wie unser bevorzugter Strand am Isefjord. Dies herauszufinden, hat zwar über drei Jahre gedauert, aber besser spät als nie. Ich überzeugte Mann und Kinder von meiner spontanen Idee und 45 Minuten später waren wir am Liseleje Strand.

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Wenn Engel reisen: Als wir den Strand betraten, kam die Sonne für eine halbe Stunde hervor. Der Wind zerrte an unserer Kleidung und peitschte die Wellen an den Strand. Flucht aus dem Grau: Liseleje Strand, Seeland, Dänemark weiterlesen

Frilandsmuseum in Lyngby (Kopenhagen), Seeland, Dänemark

Bevor die Impressionen auf diesem Dänemark-Blog parallel zur bevorstehenden Jahreszeit immer dunkler und stürmischer werden, folgt heute noch ein letzter spätsommerlicher Blog-Post mit farbenfrohen Fotos.

Anfang September haben wir einen ganztägigen Ausflug ins  Frilandsmuseum Lyngby/Kopenhagen unternommen. Das Frilandsmuseum Lyngby ist ein riesiges Freilichtmuseum unter dem Dach des dänischen Nationalmuseums und liegt im Norden von Kopenhagen, genauer in Lyngby-Brede. Es wurde im Jahr 1901 eröffnet und ist eines der größten und ältesten Freilichtmuseen der Welt.

Obwohl ich vor 7 Jahren direkt nach Lyngby auswanderte und „direkt um die Ecke“ wohnte, haben wir es erst jetzt vor wenigen Wochen endlich einmal geschafft, dem Museum einen Besuch abzustatten.

Das Frilandsmuseum ist ein klassisches Touristenziel hier in Kopenhagen. Es wird aber auch von den Einheimischen gerne und viel genutzt: Bei schönem Wetter packen sie eine Picknicktasche und nutzen das riesige landschaftliche Museumsgelände einfach als „Naherholungsgebiet“, sprich als Park.

Vor einigen Wochen schug unsere dänische Familie vor, sich im Frilandsmuseum zu treffen und einen gemütlichen Tag inmitten der dänischen  Kultur und Geschichte zu verbringen. Die Schwiegermutter bot sich an, Ewigkeiten in der Küche zu stehen und für die gesamte Familie leckere Lunchpakete vorzubereiten. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen! Frilandsmuseum in Lyngby (Kopenhagen), Seeland, Dänemark weiterlesen

Buresø, Seeland, Dänemark

Nach unserem kleinen Samstagsausflug zum Guldbjerg Moor entschlossen wir uns trotz tiefhängender Wolken kurzerhand, einen Abstecher zum Buresø dranzuhängen. Der Buresø ist der größte See in der näheren Umgebung unseres Wohnortes. Im Sommer kann man dort baden oder abends auf der Liegewiese grillen. Weitläufige Wälder drumherum laden zum Spazierengehen ein. Mit etwas Glück trifft man den ein oder anderen Reiter, hoch zu Ross und sehr zur Verzückung meiner kleinen, pferdebegeisterte Tochter.

Als wir am Buresø ankamen, war die Luft wie geladen. Der See lag ruhig unter dem schweren Himmel. Wir waren ganz alleine, alles war still.

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Guldbjerg Mose – Goldberg Moor, Seeland

Derzeit sind wir jedes Wochenende auf Erkundungstour. Wir haben immer noch das Gefühl, viel zu wenig von unserer Gegend zu kennen. Ein kurzer Blick auf die (digitale) Landkarte und schon entdecken wir eine neue Ecke in unserer Umgebung, die wir näher erforschen müssen.

Letztes Wochenende wollte mein Mann mir einen kleinen Tümpel zeigen, den er bei einer Tour mit seinem Mountain-Bike entdeckt hat. Böse Zungen behaupten, es gäbe im flachen Dänemark keine echten „Mountains“ und somit auch keine Notwendigkeit für Mountain-Bikes. Dies stimmt jedoch nicht! Wir wohnen in einer sehr hügeligen Gegend, die mich – mit Fahrradanhänger und 30 kg Kindern im Schlepptau – schon oft den ein oder anderen (nicht zur Veröffentlichung geeigneten) Fluch hat ausstoßen lassen.

Der Tümpel unserer Wahl hatte sogar einen Namen: Guldbjerg Mose, auf Deutsch „Goldberg Moor“. Auf der zehnminütigen Autofahrt  warfen wir misstrauisch den ein oder anderen unruhigen Blick gen Himmel. Im Westen Dänemarks wütete bereits eine ordentliche Regenfront. Diese war auf dem Weg zu uns nach Seeland, und wir waren uns nicht sicher, wie optimal sich unser Zeitplan für einen Ausflug in die Gegend gestalten würde.

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Tilbage – Zurück in Dänemark!

Vi er tilbage – wir sind wieder zurück!

Gestern morgen, 7.15 Uhr, ging unser Flug von Frankfurt nach Kopenhagen. Um 10.30 Uhr waren wir mitsamt unserem Gepäck und gutgelauntem Nachwuchs wieder in unserem Wohnort am Rande von Kopenhagen angelangt.

Vor acht Tagen waren wir mit zwei vollbepackten Koffern, zwei Buggys und drei Handgepäckstücken in meine alte Heimat aufgebrochen. Mit drei vollbepackten Koffern, zwei Buggys und immer noch drei Handgepäckstücken kamen wir gestern zurück!

Den Weg vom Flughafen Kopenhagen-Kastrup bis nach Stenløse legen wir jedes Mal ganz unkompliziert mit Metro und S-Bahn zurück. Interessanterweise wurde ich von einer Bekannten in Deutschland mit leicht entgeistertem Gesichtsausdruck gefragt, ob wir niemanden haben, der uns mit seinem Auto an den Flughafen fahren kann…. Aufgrund der S-Bahn-Anbindungen war ich bisher noch nie auf die Idee gekommen, jemanden zu fragen. So verschieden sind die Welten. Allerdings verfluchte ich gestern auf der 800 Meter langen Strecke von der S-Bahn-Station bis zu unserem Häuschen mehrmals dieses Versäumnis 🙂

Wir haben es schlussendlich aber geschafft.

Nach einer Woche voller Trubel und Wiedersehensfreude, mit einem großen Fest, massenhaft deutschen Süßigkeiten und anderen Leckereien geht es für uns nun wieder in unseren (dänischen) Alltag.

Heute früh setzte meine Einarbeitungsphase im neuen Job fort und ich fand mich trotz einer Woche Abwesenheit wieder gut zurecht. Die Kinder waren happy, wieder in den Kindergarten zu kommen und wurden von ihren kleinen Freunden herzlich empfangen. Mein Mann werkelte am Haus und schrieb Bewerbungen.

Innerhalb von nur einem Tag haben wir wieder von alter Heimat auf neue Heimat umgeschaltet.

Bis zum nächsten Mal!

Während unserer Abwesenheit hat sich hier oben im Norden einiges getan. Die Sonne steht tiefer und gibt ein ganz anderes Licht.

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Date II am Jyllinge Yachthafen, Roskilde Fjord

Eine Ehe muss gepflegt werden, besonders wenn kleine Kinder da sind. Da unsere Babysitterin nach einem Semester in Schottland wieder nach Dänemark zurückgekehrt ist, haben wir wieder mehr Möglichkeiten für einen regelmäßigen „Ehe-Service“.

Gestern war es wieder so weit: Nach einer kurzen Kinder-Übergabe machten wir uns auf den Weg zu „Ny Asian“, dem chinesischen Restaurant am Yachthafen von Jyllinge am Roskilde Fjord. Ich lud meinen Mann ein, zum Dankeschön dafür, dass er mir im letzten Monat den Rücken freigehalten hatte. Aufgrund meines Jobwechsels und der Hochsaison bei DanCenter war ich in den letzten Wochen sowohl physisch als auch mental oft abwesend.

Wir saßen bei herrlich milden Temperaturen auf der Restaurantterrasse, genossen die Aussicht und stießen mit einem Glas Rosé auf meinen ersten interessanten Arbeitstag bei SISO Denmark an.

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Danach schlugen wir uns die Bäuche mit Sushi und anderen Leckereien vom chinesischen Buffet voll.

Bei unseren Dates am Jyllinge Yachthafen gibt es immer diese wunderbaren Lichtspiele am Himmel. Oder sieht es am Roskilde Fjord jeden Abend so aus?

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