Am Roskilde Fjord Steinchen werfen

In Dänemark ist kein Ort länger als  55 Kilometer von einer Küste entfernt! Bei 7.300 Küstenkilometern hat man darüber hinaus die Qual der Wahl, wenn man einen Ausflug an einen Strand plant.

Wir wohnen in Stenløse , einem kleinen Ort im Grünen im Umland der Hauptstadt Kopenhagen.  Stenløse ist eine typische „Schlafstadt“. Alle pendeln nach Kopenhagen, Roskilde oder Frederikssund zur Arbeit und kommen nachmittags wieder nach Hause. Tagsüber sind die Wohnviertel wie ausgestorben, mal von den Schulen und Kindergärten abgesehen.

Unsere kleine Schlafstadt liegt nur wenige Kilometer vom Roskilde Fjord entfernt. Bis zur Fjordküste sind es ungefähr 10 Minuten mit dem Auto. Wollen wir so „richtig ans Meer fahren“ (denn ein Fjord ist für mich noch lange kein „Meer“), dann fahren wir je nach Strand nur 45 bis 60 Minuten.

Für einen spontanen Sonntagsausflug reicht jedoch der Roskilde Fjord. Vor 2 Wochen hatten wir mal wieder Lust auf Wasser und frische salzige Meeresluft. Wir packten uns alle dick in Daunenjacken, Mützen, Schals und Handschuhe ein, verstauten die selbstgebackenen Zimtschnecken meiner besseren Hälfte sowie die Zwerge ins Auto und machten uns auf den Weg in Richtung Fjord. Auf Googlemaps hatte ich einen schönen Küstenabschnitt entdeckt, den man mit dem Auto gut durch die Felder erreichen konnte. Ich hoffte auf tolle Fotos vom Fjord!

Wir wohnen mittlerweile seit 3 Jahren hier. Da wir den größten Teil dieser Zeit mit Hausrenovierung und  Nachwuchsproduktion beschäftigt waren, haben wir noch etwas Nachholbedarf, die Gegend weiter zu erkunden. Ab und zu machen wir daher einen Ausflug zu einem ganz neuen Ausflugsziel.

Auf der Karte habe ich unsere Schlafstadt mit rot gekennzeichnet und das geplante Ausflugsziel am Fjord mit grün. Möglicherweise braucht Ihr eine Lupe.

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Wie üblich im März war das Wetter sehr „barsch“, wie der Däne sagt. Barsk vejr! 🙂 Das Wort trifft es exakt. Die Temperatur lag bei 7 Grad. Dazu wehte eisiger Wind. Die Sonne schien jedoch. Zumindest wenn sie hin und wieder die Oberhand gegen die dichten Wolkenmassen gewann.

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Der Weg durch die Felder war viel kleiner und holpriger, als Googlemaps vorgab…. aber wir kämpften uns mit viel Geduld bis zum Ziel durch.

Und wurden belohnt.

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 Lille Rørbæk Enge heißt der schöne Flecken.

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Die andere Seite des Fjords wird über den Fjord hinweg mit Strom versorgt:

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Während die Kinder und die bessere Hälfte unermüdlich Steinchen warfen, versuchte ich, das tolle Lichtspiel von Sonne und Wolken einzufangen. Da die Wolken hier oben am Meer schnell weiterziehen, wechselte der Lichteinfall alle paar Minuten und tauchte den Fjord immer wieder in ein neues Licht.

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Die Retro-Funktion der Kamera musste ich auch mal ausprobieren:

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Und diese Funktion heißt „weich fließendes Wasser“ 🙂 Was meine kleine, billige Kamera alles kann. Man muss es nur finden.

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Das waren wunderbare zwei Stunden! Für alle Beteiligten. Nachdem wir uns vom Wind ordentlich haben durchpusten lassen und alle Finger vom Steinchen werfen und Fotomachen ganz steif waren, stärkten wir uns mit den Zimtschnecken und machten uns dann wieder auf den holperigen Heimweg.

Ein Bild aus der Roskilde-Fjord-Serie hat es in das neue Blog-Design geschafft! Zu Recht, wie ich meine.

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Auf dem Heimweg zeigte mir Googlemaps schon die nächste Küste an, die wir bei nächster Gelegenheit erkunden werden!

Bei 7.300 Küstenkilometern haben wir noch viele vor uns…

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