Archiv der Kategorie: Dänemark & Skandinavien

Ice Watch – Grönlandseis schmilzt…. in Kopenhagen

Dänemark ist dafür bekannt, gerne das Kind auch einmal beim Namen zu nennen und bei brisanten Themen den Finger in die Wunde zu legen.

Zum Beispiel als die Giraffen und Löwen im Kopenhagener Zoo getötet wurden, was für Aufruhr in der ganzen Welt sorgte. Andere Zoos handhaben es zwar ähnlich, sprechen jedoch einfach nicht öffentlich darüber.

In diesen Tagen versucht ein weltbekannter Künstler mit seiner etwas außergewöhnlichen Ausstellung auf dem Rathausplatz in Kopenhagen die Aufmerksamkeit auf ein Thema zu lenken, das wir alle kennen und das uns alle betrifft: Die Klimaerwärmung.

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Quelle:
http://www.bz-berlin.de/

Die Temperatur steigt, das Eis an den Polen schmilzt, der Meeresspiegel steigt. Diesen Zusammenhang kennt wohl jeder schon ein Weilchen, verdrängt ihn aber im geschäftigen Alltag. Der bekannte Künstler Olafur Eliasson sorgt aktuell mit seinem Werk „Ice Watch“ dafür, dass die Menschen in der Kopenhagener Innenstadt an diesem Thema nicht mehr so einfach vorbeikommen.

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Frilandsmuseum in Lyngby (Kopenhagen), Seeland, Dänemark

Bevor die Impressionen auf diesem Dänemark-Blog parallel zur bevorstehenden Jahreszeit immer dunkler und stürmischer werden, folgt heute noch ein letzter spätsommerlicher Blog-Post mit farbenfrohen Fotos.

Anfang September haben wir einen ganztägigen Ausflug ins  Frilandsmuseum Lyngby/Kopenhagen unternommen. Das Frilandsmuseum Lyngby ist ein riesiges Freilichtmuseum unter dem Dach des dänischen Nationalmuseums und liegt im Norden von Kopenhagen, genauer in Lyngby-Brede. Es wurde im Jahr 1901 eröffnet und ist eines der größten und ältesten Freilichtmuseen der Welt.

Obwohl ich vor 7 Jahren direkt nach Lyngby auswanderte und „direkt um die Ecke“ wohnte, haben wir es erst jetzt vor wenigen Wochen endlich einmal geschafft, dem Museum einen Besuch abzustatten.

Das Frilandsmuseum ist ein klassisches Touristenziel hier in Kopenhagen. Es wird aber auch von den Einheimischen gerne und viel genutzt: Bei schönem Wetter packen sie eine Picknicktasche und nutzen das riesige landschaftliche Museumsgelände einfach als „Naherholungsgebiet“, sprich als Park.

Vor einigen Wochen schug unsere dänische Familie vor, sich im Frilandsmuseum zu treffen und einen gemütlichen Tag inmitten der dänischen  Kultur und Geschichte zu verbringen. Die Schwiegermutter bot sich an, Ewigkeiten in der Küche zu stehen und für die gesamte Familie leckere Lunchpakete vorzubereiten. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen! Frilandsmuseum in Lyngby (Kopenhagen), Seeland, Dänemark weiterlesen

Urlaub an der Westküste in Dänemark: Noch 6 Wochen!

Ich lebe in Dänemark und damit wie alle Dänen in Meeresnähe. Dennoch zieht es mich – wie viele deutsche Dänemark-Liebhaber – ganz besonders an die Westküste Dänemarks.

Aufs nächste Wiedersehen mit der wilden Nordsee bzw. dem „Westmeer“, wie es für uns in Dänemark heißt, muss ich auch nicht mehr lange warten! Heute in 6 Wochen ist es nämlich soweit: Wir reisen mit Kind und Kegel an die Küste. Eine ganze Woche lang!

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Quelle Fotos: Fotografin v. DanWest  Urlaub an der Westküste in Dänemark: Noch 6 Wochen! weiterlesen

Kopenhagen – eine Stadt zum Leben und Lieben!

Immer wieder einmal werde ich gefragt, warum es mich  – von allen Auswandererzielen dieser Welt – ausgerechnet nach Kopenhagen verschlagen hat. Und wie es sich in der Hauptstadt Dänemarks lebt.

2007-03-Kopenhagen3Ich hatte mich nicht bewusst für Kopenhagen als neue Heimat entschieden, als ich vor sieben Jahren Deutschland den Rücken kehrte. Vielmehr hat mich die Liebe in die Hauptstadt Dänemarks geführt.

Dennoch war es zwischen Kopenhagen und mir Liebe auf den ersten Blick, und daran hat sich bis heute nichts geändert!

Ich erinnere mich noch ganz genau an das überwältigende Gefühl, als mein Däne und ich das erste Mal Hand in Hand in Kopenhagen über die „Strøget“ schlenderten, eine der längsten Einkaufsstraßen Europas, direkt im Herzen der Stadt. Kopenhagen – eine Stadt zum Leben und Lieben! weiterlesen

Buresø, Seeland, Dänemark

Nach unserem kleinen Samstagsausflug zum Guldbjerg Moor entschlossen wir uns trotz tiefhängender Wolken kurzerhand, einen Abstecher zum Buresø dranzuhängen. Der Buresø ist der größte See in der näheren Umgebung unseres Wohnortes. Im Sommer kann man dort baden oder abends auf der Liegewiese grillen. Weitläufige Wälder drumherum laden zum Spazierengehen ein. Mit etwas Glück trifft man den ein oder anderen Reiter, hoch zu Ross und sehr zur Verzückung meiner kleinen, pferdebegeisterte Tochter.

Als wir am Buresø ankamen, war die Luft wie geladen. Der See lag ruhig unter dem schweren Himmel. Wir waren ganz alleine, alles war still.

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Guldbjerg Mose – Goldberg Moor, Seeland

Derzeit sind wir jedes Wochenende auf Erkundungstour. Wir haben immer noch das Gefühl, viel zu wenig von unserer Gegend zu kennen. Ein kurzer Blick auf die (digitale) Landkarte und schon entdecken wir eine neue Ecke in unserer Umgebung, die wir näher erforschen müssen.

Letztes Wochenende wollte mein Mann mir einen kleinen Tümpel zeigen, den er bei einer Tour mit seinem Mountain-Bike entdeckt hat. Böse Zungen behaupten, es gäbe im flachen Dänemark keine echten „Mountains“ und somit auch keine Notwendigkeit für Mountain-Bikes. Dies stimmt jedoch nicht! Wir wohnen in einer sehr hügeligen Gegend, die mich – mit Fahrradanhänger und 30 kg Kindern im Schlepptau – schon oft den ein oder anderen (nicht zur Veröffentlichung geeigneten) Fluch hat ausstoßen lassen.

Der Tümpel unserer Wahl hatte sogar einen Namen: Guldbjerg Mose, auf Deutsch „Goldberg Moor“. Auf der zehnminütigen Autofahrt  warfen wir misstrauisch den ein oder anderen unruhigen Blick gen Himmel. Im Westen Dänemarks wütete bereits eine ordentliche Regenfront. Diese war auf dem Weg zu uns nach Seeland, und wir waren uns nicht sicher, wie optimal sich unser Zeitplan für einen Ausflug in die Gegend gestalten würde.

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Tilbage – Zurück in Dänemark!

Vi er tilbage – wir sind wieder zurück!

Gestern morgen, 7.15 Uhr, ging unser Flug von Frankfurt nach Kopenhagen. Um 10.30 Uhr waren wir mitsamt unserem Gepäck und gutgelauntem Nachwuchs wieder in unserem Wohnort am Rande von Kopenhagen angelangt.

Vor acht Tagen waren wir mit zwei vollbepackten Koffern, zwei Buggys und drei Handgepäckstücken in meine alte Heimat aufgebrochen. Mit drei vollbepackten Koffern, zwei Buggys und immer noch drei Handgepäckstücken kamen wir gestern zurück!

Den Weg vom Flughafen Kopenhagen-Kastrup nach Hause legen wir jedes Mal ganz unkompliziert mit Metro und S-Bahn zurück. Interessanterweise wurde ich von einer Bekannten in Deutschland mit leicht entgeistertem Gesichtsausdruck gefragt, ob wir niemanden haben, der uns mit seinem Auto an den Flughafen fahren kann…. Aufgrund der S-Bahn-Anbindungen war ich bisher noch nie auf die Idee gekommen, jemanden zu fragen. So verschieden sind die Welten. Allerdings verfluchte ich gestern auf der 800 Meter langen Strecke von der S-Bahn-Station bis zu unserem Häuschen mehrmals dieses Versäumnis 🙂

Wir haben es schlussendlich aber geschafft.

Nach einer Woche voller Trubel und Wiedersehensfreude, mit einem großen Fest, massenhaft deutschen Süßigkeiten und anderen Leckereien geht es für uns nun wieder in unseren (dänischen) Alltag.

Heute früh setzte meine Einarbeitungsphase im neuen Job fort und ich fand mich trotz einer Woche Abwesenheit wieder gut zurecht. Die Kinder waren happy, wieder in den Kindergarten zu kommen und wurden von ihren kleinen Freunden herzlich empfangen. Mein Mann werkelte am Haus und schrieb Bewerbungen.

Innerhalb von nur einem Tag haben wir wieder von alter Heimat auf neue Heimat umgeschaltet.

Bis zum nächsten Mal!

Während unserer Abwesenheit hat sich hier oben im Norden einiges getan. Die Sonne steht tiefer und gibt ein ganz anderes Licht.

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