Von der ungesunden Dynamik der Arbeitslosigkeit…

Seit 2 Wochen leben wir wieder das dänische Familienmodell.

Mein Mann hat seinen neuen Job begonnen, ich muss deutlich mehr Aufgaben in der Kinderbetreuung und im Haushalt übernehmen, und die Kinder müssen ein gutes Stück früher aufstehen und sich wieder auf etwas gestresstere Eltern einstellen.

Aller Anfang ist hart! Man unterschätzt leicht die die ungesunde Dynamik der Arbeitslosigkeit…

Als sich vor einem knappen halben Jahr abzeichnete, dass mein Mann nicht auf Dauer in seinem Job bleiben wird, haben wir die Entwicklungen grundsätzlich begrüßt. Das hektische dänische Lebensmodell hatte bei uns Spuren hinterlassen. SO hatte ich mir das Leben mit zwei kleinen Kindern eigentlich nicht vorgestellt. Wir freuten uns daher auf eine Zeit, in der wir nicht jede Minute möglichst effektiv und zielbringend verplanen mussten.

Die neue Situation genossen wir monatelang sehr. Wir empfanden es als herrlichen Luxus, dass ein Elternteil entspannt Kinder, Hausprojekte und Haushalt managen konnte, während der andere arbeitete. Keine Sorge mehr, wie der nächste Krankheitstag des Kindes am besten untergebracht werden konnte, wie und wann in der spärlichen Freizeit der Kühlschrank aufgefüllt werden musste, ob und wann der Haushalt mal wieder auf Vordermann gebracht werden sollte und wann generell mal wieder eine Pause für einen von uns Eltern anstehen könnte.

Nach 3 Monaten wendete sich jedoch klammheimlich das Blatt. Eine neue Dynamik hielt Einzug in unseren gemütlichen Alltag. Jedoch keine sonderlich positive. Mein Mann, ein stets gut gelaunter Mensch mit viel Energie, war plötzlich abends gereizt. Waren abends die Kinder wie üblich außer Rand und Band, überreizt von ihrem anstrengenden Tag, war er es plötzlich, der die Nerven verlor. DAS war eigentlich MEINE Rolle. Und mein Mann der Ruhepol. Nun musste ich plötzlich der Fels in der Brandung sein! Von der ungesunden Dynamik der Arbeitslosigkeit… weiterlesen

Neujahrsvorsätze, die II. und letzte

In diesem Blog sollen einmal begonnene Themen nicht „in der Luft hängen“ bleiben… daher wird es Zeit für einen Abschlussbericht zu meinen Neujahrsvorsätzen 2014.

Anfang Januar hatte ich mehrere Neujahrsvorsätze gefasst. Seit diesem Zeitpunkt versuche ich tapfer, diese Vorsätze dauerhaft in mein Leben zu integrieren. Da frühere Umsetzungsversuche neuer, guter Gewohnheiten gerne auch im Nirvana endeten, habe ich dieses Mal versuchsweise verschiedene Motivations-Apps zur Hilfe herangezogen, um zu testen, ob die Apps ihre Versprechungen einhalten und meine persönliche Erfolgsquote erhöhen.

Heute ist der 31. Januar. Seit gut 4 Wochen strample ich mich also mit meinen Vorsätzen ab. Laut der Psychologie dauert eine erfolgreiche Integration von neuen „Habits“ mindestens 3 Wochen, woraufhin sie danach nach und nach eher schmerzlos in den neuen Alltag übergehen und dort dann auch bleiben.    Neujahrsvorsätze, die II. und letzte weiterlesen

Eine Lernstunde: Was ist Skandinavien?

Heute werde ich einmal ein bisschen Allgemeinwissen bei Euch abfragen und eine Art blog-interne Pisa-Studie erstellen. Ich hoffe auf Eure zahlreiche Teilnahme, denn ich bin ernsthaft gespannt auf das Ergebnis!

Die Studie besteht nur aus einer einzigen Frage und die Teilnahme dauert somit 10 Sekunden 🙂

Die Frage bitte direkt beantworten, nachdem Ihr sie gelesen habt. Bitte nicht schummeln, indem Ihr erst den Beitrag komplett lest, denn am Ende des Beitrages kommt natürlich die Auflösung. Die allerdings nur kommt, wenn Ihr auf „Weiterlesen“ klickt – sie ist also erst mal versteckt und schummeln gilt nicht 😉

   

Hier eine kleine Karte, um sich generell nochmal die Gegend ins Gedächtnis rufen zu können (es fehlen Island und Grönland, die nicht mehr auf die Karte draufpassten).

Karte-Norden

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Empfehlenswerte Blogs

Ein ambitionierter Blog-Anfänger erfährt recht schnell von einer wichtigen Strategie innerhalb der Blog-Welt: Ein guter Blog verlinkt sich mit anderen guten Blogs und erweitert damit den gemeinsamen Leserkreis. Die Blogs sollten natürlich zum Thema des eigenen Blogs passen. Damit ebnet man seinen Lesern den Weg in thematisch passende weitere, spannende Welten.

Hier könnte man sich die Frage stellen, wieso man seine mühsam angeworbenen Leser denn auf andere, ähnliche Blogs aufmerksam macht und sie dann per Link auch noch gleich rüberschickt. Weg von der eigenen Plattform. Da werden erst mal leise Konkurrenzgedanken wach… Ein Autohändler, der gerade einen Kunden im Laden hat, schickt diesen ja auch nicht unbedingt mal schnell noch zur Konkurrenz. Was, wenn die Konkurrenzmarke dem Kunden plötzlich besser gefällt?

Aber die Blog-Welt ist anders. Im Internet ist Platz für alle. Und das Lesen eines Blogs schließt das Lesen eines anderen nicht aus. Ganz im Gegenteil. Ist jemand an einem bestimmten Thema interessiert, liest er meist – je nach Zeitfenster natürlich – gerne auch noch mehr darüber. Und jeder Blog hat seine eigene Persönlichkeit. Bietet man selbst regelmäßig interessante Inhalte, dann werden die Leser auch trotz Ausflüge auf andere Seiten immer wieder gerne zurückkommen. So sagen die Anhänger der Strategie.

Daher war ich in der letzten Zeit im Internet auf Streifzügen nach empfehlenswerten, deutschsprachigen Blogs zum Thema Auswandern und Skandinavien. Ich fand es zunächst gar nicht so einfach, gute Blogs zu finden…. viele Blogs sind von vornherein nur in einem begrenzten Zeitraum geschrieben worden (während eines Auslandsjahres z.B.) oder sie sind nach anfänglichem Enthusiasmus des Verfassers plötzlich von einem Tag auf den anderen zu einer Blog-Leiche geworden. Bei anderen springt einfach nicht der Funke über. Wobei letzteres natürlich Geschmackssache ist.

Aber mittlerweile habe ich einige spannende Blogs entdeckt. Und kommt man erst mal auf den Dreh, wie man sie findet, tun sich schnell neue Welten auf. Es werden sicher mit der Zeit noch weitere hinzukommen, wobei die Blog-Verfasserin jeden einzelnen vor der Veröffentlichung einer Qualitätsprüfung unterzogen haben wird.  😉

Auf der rechten Seite, im Blog-Menü, findet Ihr künftig eine sogenannte „Blog-Roll“ – eine Linkübersicht über thematisch passende Blogs. Ihr findet sie unter „Empfehlenswerte Blogs“.

Mit folgenden Blogs geht meine persönliche Blog-Roll heute an den Start:

Auswanderer-Blog Schweden:
http://eickhoffblog.blogspot.de

Auswanderer-Blog Norwegen:
http://neuesausnorwegen.com

Auswanderer-Blog Schweden:
http://katgo.wordpress.com

Blog über Design & Lifestyle in Dänemark:
http://www.amalielovesdenmark.com

Nicht nur das Blog-Schreiben ist ein Zeitfresser, habe ich festgestellt. Hat man erst mal gute und interessante Blogs entdeckt, kommt man mit dem Lesen kaum noch hinterher…. Und die vielen herrlichen Fotos von den verschiedenen Ländern haben es mir ganz besonders angetan. Schaut Euch mal die Fotos des aktuellen Eintrags bei Eickhoffblog an:

http://eickhoffblog.blogspot.dk/2014_01_01_archive.html#1314231612959583811
Die Schnee- und Seebilder ganz unten im Beitrag – einfach traumhaft!!!

Mal sehen, ob es Euch ähnlich geht wie mir…. Viel Spaß auf der Reise nach Skandinavien 😉

Blog-Meilenstein: 5.000 Klicks!!

 

Der Blog hat gestern die 5.000-Klicks-Marke erreicht!! 

In weniger als 2 Monaten ist der Blog zu einem wichtigen Teil meines Lebens geworden. Ich werde hin und wieder gefragt, wo ich nur die Energie für die vielen Texte und Einträge hernehme. Die Antwort lautet: Der Blog kostet mich kaum Energie. Ganz im Gegenteil. Er gibt mir welche. Er ist (fast) ein Selbstläufer.

Sitze ich erst einmal vor dem Computer und habe mir Zeit freigeschaufelt, dann kommt der Rest ganz von allein. 

Der Blog ist mein drittes Kind 🙂 
(Wobei hier die Metapher „Selbstläufer“ und „Kostet keine Energie, sondern gibt welche“ natürlich nicht ganz zutreffend ist 😉 )

Aber er beschäftigt mich täglich. Dauernd kommen mir neue Ideen für Themen, einzelne Textpassagen oder Satzfetzen, so dass ich mir mittlerweile ein Notizbuch anschaffen musste, das ich immer bei mir führe, um die Ideen sofort festhalten zu können. Blog-Meilenstein: 5.000 Klicks!! weiterlesen

Foto-Wettbewerb: Die schönsten Urlaubsmomente!

Auf meinem Blog gibt es immer mal wieder Fotomaterial aus Dänemark. Darauf wurde vor kurzem die ISPO-Community aufmerksam und schrieb mich mit einer Information an. Die ISPO, eine internationale Sportmesse, die jedes Jahr in München stattfindet, hat im Internet auch eine Community mit vielen verschiedenen Themen. Dort tauschen sich Sportbegeisterte aus aller Welt aus.

Auf dieser Plattform gibt es derzeit einen Foto-Wettbewerb, der von der ebenfalls in München stattfindenden Reise- und Erlebnismesse fr.e.e veranstaltet wird. Bei diesem Foto-Voting kann jeder ganz einfach mitmachen und ein schönes Urlaubsbild hochladen. Dann wird für das Foto gevotet, und es bekommt daraufhin einen Platz auf einer Rangliste.

Der Foto-Wettbewerb hat nun begonnen und bis zum 10. Februar 2014 kann man mit seinem persönlichen Urlaubsbild teilnehmen. Die Abstimmungsphase geht bis zum 12. Februar 2014 und danach wird der Gewinner ermittelt.

Zu gewinnen gibt es Regiondo Gutscheine für Adventure-Erlebnisse wie z.B. Ballonfahrt und Erlebnis-Dinner, Rundflüge, Fallschirmsprung, Rafting und andere spannende Events.

Hier der Link zum Fotowettbewerb: „Einfach unvergesslich: Die schönsten Urlaubsmomente“

http://www.community.ispo.com/contest/free-urlaubsmomente

Das Voten geht übrigens auch ohne Registrierung. Wer nur votet (und sich aber hierbei zu erkennen gibt mit einer Registrierung), nimmt auch an einer Auslosung von Wochenpreisen der Messe teil.

Logo-free

Nette Aktion, und da ich über einige hübsche Fotos aus Dänemark verfüge, habe ich zwei davon ausgewählt und ins Rennen geschickt. Ob ein dänischer, naturbelassener Strand mit wilder Dünenlandschaft oder ein feuerroter skandinavischer Sonnenaufgang bei Minusgraden Chancen gegen karibisch-paradiesische Urlaubsbilder hat? Ausprobieren kostet nichts 😉 Skandinavien gegen den Rest der Welt 🙂

Hier sind meine Teilnahme-Links. Wer der Meinung ist, dass Skandinavien beim Foto-Wettbewerb „Einfach unvergesslich“ an der richtigen Stelle ist, darf gerne für mich voten 😉

Mein Sonnenaufgang bei Minusgraden von neulich:

http://community.ispo.com/sonnenaufgang-auf-seeland-danemark/view-poll/8caa140f7ffc3b21fbf407258a31c7c8/7/newest-polls-by-contest/free-urlaubsmomente

Der Strand und die Dünenlandschaft bei Sonnenuntergang in Marielyst/Falster (siehe Beitragsbild ganz oben):

http://community.ispo.com/danemark-halbinsel-falster-marielyst/view-poll/bcb98e035d68be92b437e850d364cd77/8/newest-polls-by-contest/free-urlaubsmomente

Mein Sonnenaufgang bei Minusgraden liegt nach einem Tag derzeit auf Platz 6 (von über 40 Wettbewerb-Fotos) und der Marielyst-Strand sogar auf Platz 5! Gar nicht schlecht!

Am Ende gewinne ich tatsächlich noch was!!

Das Wetter in Dänemark: Der Wind, der Wind, das himmlische Kind

„Der Wind, der Wind, das himmlische Kind“
aus „Hänsel und Gretel“, Gebr. Grimm

Bevor ich nach Skandinavien auswanderte, hatte ich eine recht konkrete Vorstellung vom Wetter dort oben im Norden. In Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland war es im Vergleich zu Deutschland deutlich kälter. Je weiter nördlich, je kälter. Und im Winter lag in Skandinavien selbstverständlich meterhoher Schnee.

Für Schweden, Norwegen und Finnland mag das zutreffen – diese Länder sind riesig und erstrecken sich bis zum Polarkreis hinauf.

In Dänemark dagegen ist es oft gar nicht viel kälter als in meiner alten Heimat Südhessen. Ich schätze den durchschnittlichen Temperaturunterschied nur auf cirka 2 Grad (Angaben ohne Gewähr). Nur im Hochsommer, wenn die Temperaturen an der Bergstraße völlig ausufern und das Thermometer wochenlang weit über 30 Grad anzeigt, zieht Dänemark nicht mit (was ich sehr angenehm finde).

In Dänemark ist es also – mal vom Hochsommer abgesehen – nur ein klein wenig kälter als in Südhessen. Dafür habe ich schnell einen viel wesentlicheren Unterschied feststellen dürfen: der dänische WIND!

Von September bis Mai gibt es gefühlt keinen einzigen windstillen Tag. Täglich zerrt der Wind von allen Seiten an Klamotten und Haaren und findet mit beeindruckender Präzision jede Schwachstelle in der angelegten Schutzmontur. Für jede einzelne Stelle des Körpers, die nicht mit großer Sorgfalt mit passenden Kleidungsstücken bedeckt worden sind, wird man bestraft. Tapfer kämpfe ich im Winter mit meterlangen Schals und Wollmützen gegen die Naturgewalt an. Ich drapiere meine Haare um die Ohren und lege sie als organisches Schutzschild über den Schal, der so tief es geht in der Jacke steckt. Die windabweisende Jacke erstreckt sich von der Nase bis zu den Knien. Direkt darunter übernehmen optimalerweise die Stiefel ihre Schutzfunktion. Das Wetter in Dänemark: Der Wind, der Wind, das himmlische Kind weiterlesen