Von Giraffen, Löwen und dem Zoo in Kopenhagen (Teil 2 – die Löwen)

Nach dem massiven Medienspektakel im Februar um die Tötung der Giraffe „Marius“ gießen die Medien neues Öl ins Feuer.

Die Hintergründe zur Giraffe wurden im ersten Teil des Blog-Berichts erläutert:

Von Giraffen, Löwen und dem Zoo in Kopenhagen (Teil 1 – die Giraffe)

Seit 1-2 Tagen versuchen die Medien, ein weiteres Mal auf dieses Thema aufzuspringen, um die Leser- und Verkaufszahlen in ähnliche Höhen zu treiben. Dieses Mal allerdings mit einem weniger bemerkenswertem Ereignis, welches in der europäischen Zoo-Welt sicher nicht unüblich ist, das aber nochmal an die Entrüstungsstürme aufgrund der Giraffe anknüpfen soll.

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Von Giraffen, Löwen und dem Zoo in Kopenhagen (Teil 1 – die Giraffe)

Das Image des Kopenhagener Zoos steht in diesen Wochen unter keinem guten Stern. Negative Berichterstattungen in aller Welt, Hasstiraden in den sozialen Medien und sogar Morddrohungen standen auf dem Plan.

Die Intensität dieses Medienspektakels ist vom Zoo selbstverschuldet, wie ich meine.

Mit einer sehr unsensiblen Vorgehensweise bei der Umsetzung einer an sich fundiert begründeten Maßnahme im Bereich der Zoo-Tierhaltung hat der Zoo in Kopenhagen Anfang Februar die negative Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gezogen. Ein Fehler, der seinem Image sehr geschadet hat, und der – wie man aktuell sieht – auch nicht so einfach wieder zu beheben ist.

Die Tötung von Tieren ist und bleibt ein emotionales Thema. Dies gilt natürlich eher für  „hübsch anzusehende“ Tiere wie beispielsweise Giraffen und Löwen. Die tägliche Tötung von Nutztieren wie Rindern, Schweinen, Hühnern usw. erzeugt in der breiten Bevölkerung eher wenig Emotionen.

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Die kleinen Überraschungen des Alltags: eine Rettung!

Vor einiger Zeit sitze ich nach einem langen Arbeitstag in der S-Bahn auf dem Weg von Kopenhagen nach Hause in meine Schlafstadt im Umland, als der Zug plötzlich anhält. Ich schaue aus dem Fenster. Nichts als Felder und dänisches Flachland. Alle sind still. Ich sitze im vordersten Waggon, mit noch einer weiteren Handvoll Passagiere.

Plötzlich öffnet sich die Tür meines Waggons wie von Geisterhand. Frische, kühle Luft strömt ins Abteil. Wie hoch doch so eine Zugtür im Vergleich zum Boden ist, denke ich.

Wenig später kommt der uniformierte Zugführer aus dem vorderen Bereich des Zuges und geht zur Tür. Kommentarlos springt er aus dem Zug und verschwindet aus unserem Blickfeld.

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Neue Optik!

Frauen benötigen hin und wieder eine optische Veränderung. Ein neuer Haarschnitt, eine andere Haarfarbe, neue Klamotten, neuen Lippenstift, neue Sofakissen, neue Topfpflanzen, neue Bettwäsche, eine neue Handtasche.

Alternativ ein neues Blog Theme.

Nach fast 4 Monaten konnte ich das alte Blog Theme „ITheme2“ nicht mehr sehen. Der Blog hat daher heute ein neues Theme erhalten: „Twenty Eleven“. Eigentlich ein etwas älteres Design aus dem Jahr 2011.

Dieses hat in meinen Augen jedoch ein wundervoll klares Design. Einfach. Ohne große Ablenkungen. Ich hoffe, es gefällt Euch!

Um meinem akuten Veränderungsdrang noch etwas weiter entgegenzukommen, habe ich darüber hinaus das Blog-Menü von der rechten auf die linken Seite verfrachtet. Das Menü an sich bleibt, wie es ist. Ich will schließlich mit meinem Hang zu Veränderungen keine Verwirrung stiften.

Gebt mir gerne Feedback, wenn irgendetwas nicht (mehr) funktioniert.

Willkommen im Zeitalter „Twenty Eleven“!

Auszeichnung: Top-Elternblog

 

Der Blog „4 Nordlichter“ kann sich seit heute auch „Top-Elternblog“ nennen 🙂

Er wurde in eine Liste bei http://www.top-elternblogs.de aufgenommen, die spannende Blogs von Eltern sammelt. Natürlich ist allen diesen Blogs Themen rund um die Family gemeinsam. Darüber hinaus gibt es aber auch ganz andere Inhalte, denn Eltern haben neben ihren Sprösslingen schließlich auch noch viele andere Interessen. Und das ist gut so.

Damit hat der Blog 2 „Auszeichnungen“ erhalten:

– Den Eintrag in die Liste der lesenswerten Auswandererblogs bei http://www.auswandern-handbuch.de

– Die Aufnahme als Top-Elternblog

 

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Kuschelige Innereien – mit den Gedärmen ins Bett

Meine Tochter hat vor längerem aus der Verwandtschaft ein etwas – sagen wir mal – spezielleres Geschenk bekommen. Schon beim Auspacken wusste ich nicht so recht, was ich davon halten sollte. Es ist eine Stoffpuppe von Sigikid und sie heißt „Erwin, der kleine Patient“. 

Erwin ist eine ganz besondere Stoffpuppe, für Kinder ab 2 Jahren.

Denn mit Erwin kann man nicht nur kuscheln. Erwin kann man operieren. Er hat ein sehr wirklichkeitsgetreues weißes OP-Hemdchen an. Vorne lang, hinten offen. So können kleine Doktoren ohne Umschweife an die wichtigen Teile des zu untersuchenden Körpers gelangen. Und damit nicht genug! Erwins Bauch hat einen langen Reißverschluss. Dieser kann vollständig geöffnet werden und gibt Einblick in das Innere eines menschlichen Körpers. Herz, Lunge, Magen – alles da. Und einen langen grünen sowie blauen Darm gibt es auch noch. Dazu noch Klettstreifen, die die Organe ordentlich auf ihrem Platz halten sollen. Alles kindgerecht erstellt, in hübschen bunten Farben und aus kuschelig-weichem Stoff.

Etwas ungewöhnlich, denke ich mir, aber sicher keine schlechte Idee. Heutzutage ist Spielzeug schließlich stets konzipiert nach dem Motto „Spielst Du noch oder lernst Du schon?“. Erwin ist somit ein intelligentes Spielzeug aus der Kategorie „positive Körpererfahrung“ und mit seiner Hilfe lernen die Kinder spielerisch, was sich alles innerhalb ihres Körpers befindet.

Soweit so gut. Kuschelige Innereien – mit den Gedärmen ins Bett weiterlesen

Die Phantasie eines Kindes müsste man haben!

Wer hätte sie nicht gerne ……die Phantasie eines Kindes!

Ich erinnere mich noch bruchstückhaft an meine eigene Phantasie aus Kindertagen. Mein Kopf steckte täglich voller spannender Ideen, und ich besaß eine unerschöpfliche Energie, meine Einfälle auszuprobieren und umzusetzen.

Ich pflanzte Unmengen an Kakteen in Töpfe und hegte und pflegte sie. Ich sah die kleinen stacheligen Ableger wachsen und produzierte weitere Kinderkakteen. Mutter, Vater und Kind hatten stets einen Namen und ich kannte diese sowie sämtliche verwandschaftlichen Relationen auswendig.

Ich setzte einen Kakteen-Straßenverkauf in Gang, und da mein kleiner Verkaufsstand noch Platz hatte, verkaufte ich gleich noch ein paar alte Teppichstücke mit. Als die Laufkundschaft meine Kakteen und Teppiche kaufen wollte, disponierte ich kurzerhand um und baute ein Kakteen-Museum mit einem Rundweg für Besucher in meinem Zimmer auf.

Als auch bei diesem Projekt die Besucher trotz niedriger Ticket-Preise ausblieben, machte ich aus dem Museum ein Krankenhaus. Die Kakteen kamen in den Schuppen. Mein Krankenhaus hatte 15 Betten zur Verfügung. Meine Stofftiere und Puppen hatten verschiedene Leiden und ich hegte und pflegte sie. Manche mussten operiert werden. Dafür wurden sie mit einer Schere vorsichtig aufgeschnitten. Und natürlich nähte ich sie auch wieder sorgfältig zusammen, nach einem gründlichen Blick auf die Innereien.

Dann wurde ich Forscherin. Ich zählte alle Buchstaben in einem Buch. Hierfür übertrug ich jedes Wort fein säuberlich Buchstabe für Buchstabe in ein riesiges Blatt Papier, das pro Buchstabe eine Zeile hatte. Dieses Projekt dauerte Wochen. Am Ende gewann (natürlich) das E.

Ich fand meine Brettspiele langweilig und erfand daher spannende, neue Spielregeln. Alternativ machte ich mir meine Spielbretter einfach selbst und konnte endlich das spielen, worauf ich Lust hatte.

Ich wollte Dichterin werden und schrieb ganz viele (merkwürdige) Reime.

Das wurde mir jedoch schnell zu langweilig. Also schrieb ich Bücher und Geschichten. Ich gründete mit meiner besten Freundin einen Verlag und wir heuerten noch andere kleine Schriftsteller an. Jeder angestellte Schriftsteller musste sich ein Thema aussuchen und bekam eine Verlagsnummer für dieses zu schreibende Bucuh ausgehändigt. Wir versuchten auch, die angekündigten Texte einzutreiben. Dies gelang uns allerdings kein einziges Mal.

Wir selbst schrieben unsere Bücher jedoch meist auch nicht fertig. Es war wie verhext. Kaum war man mit einem Drittel des Buches fertig, hatte man die Idee zu einem noch besseren Buch. Also gab es einen neuen Titel, eine neue Verlagsnummer und schon war man bei der Arbeit am neuen Buch. Dass auch dieses Buch nie fertig wurde, muss ich wohl nicht erwähnen….

Die Phantasie und Energie eines Kindes ist unerschöpflich.

Wir Erwachsenen könnten uns hiervon oft eine Scheibe abschneiden. Wo ist sie nur abgeblieben, unsere Phantasie? Die Phantasie eines Kindes müsste man haben! weiterlesen