Archiv der Kategorie: Alltag im Norden

Perlen, die vom Himmel fallen…

So kennen wir den April!

Nach den ersten frühlingshaften Tagen im März, die die vorsichtige Hoffnung auf einen baldigen Frühling weckten, machte der launische April schon an seinem 2. Tag jeglichen Hoffnungsschimmer erst mal zunichte. Heute war es wieder sehr kalt hier im Norden und es wehte ein eisiger, bissiger Wind.

Frühlingsende!
Nicht umsonst spiele ich selbst ein bisschen Frühling drinnen im Haus.

Heute Nachmittag wurden wir Zeuge von einem beeindruckenden Naturschauspiel: Aus dem Nichts heraus fielen urplötzlich kleine, weiße Perlen vom Himmel herab.

CIMG4358

Perlen, die vom Himmel fallen… weiterlesen

Da im Norden alles ein wenig länger dauert,…. muss man eben nachhelfen!

Im Norden dauert alles ein bisschen länger…
So auch der Frühlingsanfang.

Sehnsüchtig warten wir darauf, dass sich die Sonne öfter zeigt und es wärmer wird.  Wenigstens werden die Tage schon länger und heller. Muss ich im Vergleich zu meiner alten Heimat hier in Skandinavien im Winterhalbjahr deutlich kürzere und dunklere Tage hinnehmen,  werde ich  dafür so langsam wieder mit längeren Tagen  belohnt. Ausgleichende Gerechtigkeit!

Der Garten erwacht langsam wieder aus dem monatelangen Winterschlaf.

CIMG4348

Trotz mehrerer Stürme, die mehrere Stauden, einen Baum sowie Teile unserer Hecke verwüsteten, hat es eine Pflanze ganz unerwartet durch den unruhigen Winter geschafft: Da im Norden alles ein wenig länger dauert,…. muss man eben nachhelfen! weiterlesen

Was deutsche Zoo-Verantwortliche zum Thema sagen…

In Dänemark haben sich die Gemüter nach den umstrittenen Maßnahmen des Kopenhagener Zoos im Löwengehege wieder beruhigt. Die Einschläferung der Löwen hatte offenbar ohnehin in Deutschland zu weit mehr Aufregung  geführt als hierzulande.

Mir war in all dem Medientrubel schon bei der Aktion „Giraffe“ – und nachfolgend auch bei den Löwen – aufgefallen, dass sich die Medien in ihrer Berichterstattung fast ausschließlich auf die Vorgänge in Kopenhagenen stürzten.

Die Regularien des europäischen Zooverbandes wurden wieder und wieder geschildert, aber nirgendwo konnte ich im Anschluss daran die doch eigentlich ganz offensichtliche Frage lesen:

Wie wird das in Deutschland gehandhabt? Die Zoos dort gehören schließlich demselben Verband an wie der in Kopenhagen.  Wie stehen die Zoo-Verantwortlichen in Deutschland zu den Tötungen?

An dieser Front war es etwas still. Der Großteil der Medien konzentrierte sich auf den „Skandal in Dänemark“. Die meisten Medien schienen sich diese sehr spannende Frage gar nicht erst zu stellen.   Was deutsche Zoo-Verantwortliche zum Thema sagen… weiterlesen

Von Giraffen, Löwen und dem Zoo in Kopenhagen (Teil 2 – die Löwen)

Nach dem massiven Medienspektakel im Februar um die Tötung der Giraffe „Marius“ gießen die Medien neues Öl ins Feuer.

Die Hintergründe zur Giraffe wurden im ersten Teil des Blog-Berichts erläutert:

Von Giraffen, Löwen und dem Zoo in Kopenhagen (Teil 1 – die Giraffe)

Seit 1-2 Tagen versuchen die Medien, ein weiteres Mal auf dieses Thema aufzuspringen, um die Leser- und Verkaufszahlen in ähnliche Höhen zu treiben. Dieses Mal allerdings mit einem weniger bemerkenswertem Ereignis, welches in der europäischen Zoo-Welt sicher nicht unüblich ist, das aber nochmal an die Entrüstungsstürme aufgrund der Giraffe anknüpfen soll.

Von Giraffen, Löwen und dem Zoo in Kopenhagen (Teil 2 – die Löwen) weiterlesen

Von Giraffen, Löwen und dem Zoo in Kopenhagen (Teil 1 – die Giraffe)

Das Image des Kopenhagener Zoos steht in diesen Wochen unter keinem guten Stern. Negative Berichterstattungen in aller Welt, Hasstiraden in den sozialen Medien und sogar Morddrohungen standen auf dem Plan.

Die Intensität dieses Medienspektakels ist vom Zoo selbstverschuldet, wie ich meine.

Mit einer sehr unsensiblen Vorgehensweise bei der Umsetzung einer an sich fundiert begründeten Maßnahme im Bereich der Zoo-Tierhaltung hat der Zoo in Kopenhagen Anfang Februar die negative Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gezogen. Ein Fehler, der seinem Image sehr geschadet hat, und der – wie man aktuell sieht – auch nicht so einfach wieder zu beheben ist.

Die Tötung von Tieren ist und bleibt ein emotionales Thema. Dies gilt natürlich eher für  „hübsch anzusehende“ Tiere wie beispielsweise Giraffen und Löwen. Die tägliche Tötung von Nutztieren wie Rindern, Schweinen, Hühnern usw. erzeugt in der breiten Bevölkerung eher wenig Emotionen.

Von Giraffen, Löwen und dem Zoo in Kopenhagen (Teil 1 – die Giraffe) weiterlesen

Die kleinen Überraschungen des Alltags: eine Rettung!

Vor einiger Zeit sitze ich nach einem langen Arbeitstag in der S-Bahn auf dem Weg von Kopenhagen nach Hause in meine Schlafstadt im Umland, als der Zug plötzlich anhält. Ich schaue aus dem Fenster. Nichts als Felder und dänisches Flachland. Alle sind still. Ich sitze im vordersten Waggon, mit noch einer weiteren Handvoll Passagiere.

Plötzlich öffnet sich die Tür meines Waggons wie von Geisterhand. Frische, kühle Luft strömt ins Abteil. Wie hoch doch so eine Zugtür im Vergleich zum Boden ist, denke ich.

Wenig später kommt der uniformierte Zugführer aus dem vorderen Bereich des Zuges und geht zur Tür. Kommentarlos springt er aus dem Zug und verschwindet aus unserem Blickfeld.

Die kleinen Überraschungen des Alltags: eine Rettung! weiterlesen

Kopenhagen – Mut zur Veränderung

Dieser Blog soll kein Schönwetterblog sein. Neben den „Heile Welt-Themen“ und Fotos von den schönen Ecken Dänemarks soll er auch die weniger schönen Seiten zeigen.

Heute daher mal ein Thema der anderen Art: Baustellen-Chaos in Kopenhagen!

In Kopenhagen wird derzeit sehr viel gebaut. Die Straßen werden scheinbar wahllos aufgerissen, riesige Sand- und Kiesberge sind aufgeschüttet, überall rennen orange- oder andersfarbige Männchen herum. Bagger, Kräne und hohe Bauzäune, wohin man sieht.

In den letzten beiden Jahren wurde in der Innenstadt der gesamte Belag erneuert und Einheimische und Touristen mussten sich durch enge, von Bauzäunen eingegrenzte Gassen zwängen. Diese Maßnahme ist – soweit ich bisher sehen konnte – wohl abgeschlossen. Ich denke, es hat sich gelohnt.

Derzeit wird schon seit Ewigkeiten der S- und Metro-Bahnhof „Nørreport“ komplett umgebaut. Ein ganz wichtiger Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs in Kopenhagen. Dies stellt ein gewaltiges logistisches Unterfangen dar, denn neben den umfassenden Baumaßnahmen muss der Verkehr ja schließlich auch weiterhin in gewissem Maße funktionieren.

Dies ist die Vision des neuen Nørreports:

2014-03-Nörreport

Bild: http://www.nynoerreport.dk/visionen

Sieht schick aus! Ich umgehe den Nørreport aber lieber mittlerweile vollständig, bis diese Vision Wirklichkeit ist.

Kopenhagen – Mut zur Veränderung weiterlesen