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Mal wieder raus aus der Komfortzone / auf zu neuen Ufern

Aus aktuellem Anlass heute mal eine persönliche Neuigkeit aus meinem Leben im Norden…

Für mich wird es nach vielen Jahren Zeit, mal wieder aus meiner gemütlichen Komfortzone herauszutreten. Neue Herausforderungen sind angesagt! Hin und wieder ein Sprung ins kalte Wasser setzt die eigene Entwicklung wieder in Gang und sorgt für die Ausweitung bisheriger Grenzen.

Ich habe meinen Job im Kundenservice beim Ferienhausanbieter DanCenter gekündigt und werde am 1.8. in eine andere Branche wechseln.

Diese Veränderung geschieht – wie das oft der Fall ist – mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sprichwörtlich. Beim Kündigungsgespräch sind nämlich tatsächlich ein paar Tränchen auf meiner Seite geflossen. Denn mein Team bei DanCenter ist mir in den letzten Jahren sehr ans Herz gewachsen. Gemeinsam haben wir uns durch viele turbulente Hochsaisons gekämpft und sind gestärkt im Team tapfer dem oft sehr emotionalen Ansturm derjeniger Ferienhauskunden gegenübergetreten, die sich mit ihrem gebuchten Ferienhaus mal mehr und mal weniger gut identifizieren konnten…

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Die letzten Wochen in Deutschland

Die letzten Wochen in Deutschland waren angebrochen.

Ich hatte die verbleibende Zeit gedanklich in Etappen eingeteilt, die jeweils von einem kurzen Aufenthalt in Kopenhagen beendet wurden.

August bis Anfang September war ich noch massiv im Job eingespannt und arbeitete bis zum Umfallen, um alle Themen fertigzustellen. Danach flog ich einige Tage nach Kopenhagen und begann, die Einwanderung zu organisieren.

Ich beantragte bei der zuständigen Behörde (Statsforvaltning) eine Art Aufenthaltserlaubnis/Registrierung („bevis for registrering“). Ich musste hierzu meine deutschen Konten offenlegen und durfte auf dieser Basis 5 Jahre in Dänemark wohnen und arbeiten. Sollte ich in dieser Zeit nicht allzu unangenehm auffallen, war ich sicher auch über diesen Zeitraum hinaus als steuerzahlender Einwohner willkommen. Nur wenige Tage nach der Beantragung lag der „bevis for registrering“ schon im Briefkasten. Meine Einwanderung wurde langsam offiziell. Die letzten Wochen in Deutschland weiterlesen

Was ist faul im Staate Dänemark?

Wenige Minuten nach meiner spontanen Kündigung rief ich meinen Freund an. Dieser hatte meine Entwicklungen und den Wettstreit zwischen meinen Kopf und Herz aus der Ferne natürlich sehr interessiert mitverfolgt. Er fand die generelle Bereitschaft, mein Heimatland zu verlassen, sehr bewundernswert. Ganz traute er der Sache aber nicht. Die Worte „Ich wandere aus“ kamen schließlich einfach über die Lippen. Die Umsetzung dagegen war eine große Sache. Er war sich daher nicht 100%ig sicher, ob ich wirklich genug Mut besaß und meinen Worten Taten folgen ließ. Oder ob ich nicht doch bald kalte Füße bekam. Was ist faul im Staate Dänemark? weiterlesen

Kündigung!

Noch 4 Wochen bis zur geplanten Kündigung!

Eines Morgens wachte ich auf und fühlte mich merkwürdig nervös. Ich war fahrig und zerstreut. Vor mir lag ein gewöhnlicher Arbeitstag, und es gab überhaupt keinen Grund, nervös zu sein.

Beim Frühstück brachte ich kaum einen Bissen hinunter. Ich machte mich fertig, fuhr zur Arbeit und wurde dabei immer nervöser. Mein Herz klopfte und meine Hände waren feucht.

Etwas verwundert über mich selbst begann ich, den an diesem Vormittag anstehenden Routinetermin mit meinem Chef vorzubereiten. Alle 2 Wochen hatte ich eine „Audienz“ bei ihm und präsentierte alle Statistiken und Werte, die er für die Vertriebssteuerung und für die Leitung der konzerneigenen Post- und Zustellfirma benötigte.

Die meisten Zahlen waren bereits erstellt. Ich musste sie lediglich nochmals checken und kurz meine Erklärungen sowie Analysen durchgehen. Die Zahlen verschwammen vor meinen Augen. Ich musste mich wirklich zusammenreißen, denn ich konnte mich kaum auf die Vorbereitungen konzentrieren.

Schließlich hatte ich es jedoch gerade noch rechtzeitig geschafft! Mit einem dicken Papierstapel unter dem Arm und einem Taschenrechner bewaffnet, machte ich mich pünktlich auf den Weg zum Büro meines Chefs. Kündigung! weiterlesen

Durchbruch

Wie ich gehofft hatte, kam ich meiner Entscheidung eines Tages ganz von alleine näher.

Mit meinen spannenden, neuen Visionen im Hinterkopf fühlte sich mein Leben und insbesondere mein Job mit jedem Tag weniger richtig an. Es fiel mir mittlerweile sehr schwer, einfach weiterzumachen wie bisher. Jeden Tag auf die Arbeit zu fahren. Ich war unglücklich. Die Abneigung gegen meinen Job wurde größer. Ich musste permanent dagegen ankämpfen. Der innere Druck wurde immens. Ich war überrascht von der Intensität dieser plötzlich aufgekommenen, negativen Gefühle. Und ich war ängstlich. Denn würde ich ihnen nachgeben, kamen große Veränderungen auf mich zu. 

An einem Wochenende in dieser Zeit besuchte ich meine Familie. Wir kamen auf meine Situation zu sprechen, und ich versuchte, meine plötzliche Abneigung gegen den Job zu erklären. In den Augen meiner Familie musste es natürlich so aussehen, als verblendete meine aktuelle Verliebtheit meine Sicht auf den bis dato eigentlich stets zufriedenstellenden Job beim Verlag. Denn nie hatte ich in diesem Ausmaß über den Job geklagt. Und plötzlich erklärte ich von jetzt auf nachher, dass sich alles falsch anfühlte. Das wirkte nach außen hin nicht gerade fundiert, geschweige denn vernünftig.

Meine Familie war dementsprechend überrascht und hatte natürlich die Sorge, ich würde eine übereilte und falsche Entscheidung treffen. Durchbruch weiterlesen