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Mit kleinen Kindern ein Restaurant aufmischen…

Seit einer guten Woche sind wir nun von unserer Mallorca-Reise zurück und nach und nach wieder gut in unserem Alltag angekommen. Heute möchte ich mal noch ein markanteres Thema aus diesem Urlaub herausgreifen, mit dem sich andere Kleinkind-Familien möglicherweise ebenfalls identifizieren können.

Es geht um das Thema Essen. Essen mit Kleinkindern. Genau genommen: Essen mit Kleinkindern im Restaurant!

Vor der Reise hatte ich mich besonders darauf gefreut, dass wir uns einmal volle 11 Tage lang nicht um das Thema Essen kümmern müssen. Nicht einkaufen, nicht kochen, nicht auftischen, nicht abräumen, nicht aufräumen und so weiter. Wir Eltern wollten uns schlicht und einfach mal von diesen ständig wiederkehrenden und einen großen Teil unserer Zeit einnehmenden Alltagspflichten erholen.

Soweit der Plan.

Die Realität gestaltete sich – wie zu erwarten war – ein klein wenig anders.

In unserem Alltag meiden wir bislang Situationen, in denen wir mit unseren zwei kleinen Kindern andere Menschen allzu sehr stören könnten. Ich konnte es selbst noch nie ausstehen, wenn kleine Kinder in öffentlicher Umgebung völlig unkontrolliertes Verhalten an den Tag legen, andere im Übermaß stören, und das von den Eltern damit entschuldigt wird, dass Kinder eben „so seien“. Sie sind möglicherweise so, aber es liegt schließlich an den Eltern, ob sie übermäßig störende Situationen zulassen und sich hinter ihren Argumenten verstecken oder nicht. Selbstverständlich erwarte ich von kleinen Kindern auch nicht, dass sie sich zu 100% vorbildlich in der Öffentlichkeit verhalten müssen. Das widerspricht ihrer Natur. Ich erwarte aber von Eltern, dass sie ein Mindestmaß an Rücksicht einhalten, wenn sie sich auf öffentlicher Flur befinden. Mit kleinen Kindern ein Restaurant aufmischen… weiterlesen

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Fortsetzung des ganz normalen Wahnsinns (Die Nacht danach):

Der ganz normale Wahnsinn an einem Freitag Abend (29.11.2013, die Nacht danach):

20.30 Uhr: Buch aus der Hand gefallen, eingeschlafen (vorher noch Desperate Housewives geguckt).

0:30 Uhr: Die Große kommt rübergedackelt und wird von mir sanft wieder ins eigene Bett gelegt und zugedeckt.

0:45 Uhr: Die Große kommt rübergedackelt und will was trinken. Ab in die Küche, einen ganzen Becher Wasser getrunken, wieder rüber ins eigene Bett gelegt und zugedeckt.

0:55 Uhr: Die Große kommt rübergedackelt und berichtet, dass ihr die Beine weh tun. Und zwar SEHR weh. Auf die Frage, ob sie bei mir schlafen möchte, antwortet sie mit „Ich hol schnell meine Decke“. Gesagt, getan. Ab ins Bett.

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Der ganz normale Wahnsinn an einem Freitag Abend (eine wahre autobiographische Kurzgeschichte):

Freitag, 29.11.2013:
Papa hat Ausgang heute, so dass Mama die Zwerge alleine managen muss. Einmal in die Hände gespuckt und los gehts, wäre doch gelacht….

15 Uhr: Papa holt die Zwerge vom Kiga/Kita ab und liefert sie mitsamt einer riesigen Tasche zuhause ab und verdünnisiert sich gleich darauf, erleichtert, mal rauszukommen. Der große Zwerg (3,5) kann vor Müdigkeit kaum aus den Augen gucken (schlechte Nacht), der kleine Zwerg (1,5) war vor ein paar Tagen erkältet und leidet noch darunter wie ein Mann (dramatisches Dauergenöle ohne weiteren Hintergrund). Die Tasche ist auszupacken, Winterklamotten auszuziehen und wegzuhängen, die dreckigen Schuhe wegzustellen, bevor sie an den Kinderfüßen ihre Spuren im Haus hinterlassen.

Der große Zwerg will unbedingt eine Wärmflasche (Bauchweh) und TV gucken (Yakari), der kleine Zwerg will futtern (wie immer), beide jammern synchron, parallel Pizza in den Ofen geschoben und Wärmflasche gemacht, großen Zwerg vorm TV geparkt, kleinen Zwerg mit Obst und Leberwurstbrot versorgt, was cirka 5 Minuten Jammerpause mit sich führt (kurzes Aufatmen).

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Tagesbeginn einer 2fachen Mutter:

Am 15. Mai 2013
6 Uhr aufstehen (durchgeschlafen, HURRA!), Kind Nr. 1 ganz schlecht gelaunt, Nr. 2 (noch) friedlich, Frühstück mit Nr. 2, Nr. 1 weigert sich, mehrere Motivations- und Trostversuche fehlgeschlagen, Tupperboxen mit Essen fertigmachen für die Kita, dazwischen Anziehen, Kind Nr. 2 fertig machen, Nr. 1 immer noch im totalen Streik mit entsprechender Geräuschkulisse. Tagesbeginn einer 2fachen Mutter: weiterlesen

Endspurt und Abschiede…

Offiziell war die letzte, zweieinhalb Wochen lange Etappe nur ein „Besuch“ in Deutschland! Denn am 20. September hatte ich mich mit meiner Aufenthaltsgenehmigung bereits als Einwohnerin in Lyngby registrieren lassen und meine CPR-Nummer beantragt.

In Dänemark erhält jeder Einwohner eine sogenannte CPR-Nummer, d.h. eine persönliche Nummer des zentralen Personenregisters (Det Centrale Personregister). Ohne CPR-Nummer kann man in Dänemark NICHTS, aber auch GAR NICHTS tun. Bevor die Babys in Dänemark einen Namen bekommen, was laut Gesetz bis zu 6 Monate nach der Geburt warten kann, haben sie schon längst ihre CPR-Nummer. Diese wird sofort am Tag der Geburt vergeben!

In Dänemark ist man eine Nummer, und diese Nummer spiegelt irgendwann alle wesentlichen Bereiche des Lebens wieder. Alle Konten sind über diese Nummer gemeldet, Telefonanschlüsse, Versicherungen, Jobs, Steuerpflicht, Finanzen, Kredite, Immobilien, Verträge mit Energieversorgern, Kabelfernsehen, Internetanschluss, Kinderbetreuung, Schule. ALLES. Der dänische Staat kann dadurch theoretisch sehr leicht detaillierten Einblick in das Leben eines jeden Einwohners in Dänemark erhalten. Und dadurch seine Schäfchen gezielter „führen“ als das in anderen Ländern möglich ist, meinen die Anhänger dieses Systems.

Für mich als Deutsche war das natürlich etwas „strange“.
1984! „Big brother is watching you!“ Endspurt und Abschiede… weiterlesen