Archiv der Kategorie: SERIE: Auswandern nach Dänemark

Ausflüge ans Meer: Die Küste bei Taarbæk

Ich bin nicht gerade ein Städter.

Daher zieht es mich generell eher in die Natur. Und da von meiner Heimatgegend Bergstraße (Südhessen) das nächste Meer mindestens 6-7 Autostunden entfernt ist, fühlt sich jeder Besuch am Meer für mich an wie Urlaub.

Dass jemand so nahe am Meer wohnen kann, fand ich demnach fantastisch. Und dass ich durch meine Fernbeziehung regelmäßig die Möglichkeit bekam, salzige Meerluft zu schnuppern und an einer echten Küste entlangzuspazieren, einfach unbeschreiblich! Da hatte es das Schicksal wirklich gut mit mir gemeint.

Wir sind somit sehr oft ans Meer gefahren – genauer an den Øresund. Mit dem Auto dauerte das nur 15 Minuten, von Lyngby Luftlinie in Richtung Osten. Wenn es diesig oder neblig war, hatte man den Eindruck, dass man in eine unendliche Weite schaute und Dänemark ganz alleine inmitten des weiten Ozeans liegt. Wenn das Wetter klar war, sah man direkt auf Schweden. Das liegt nämlich sozusagen ums Eck.

Hier waren wir in Taarbæk, ein kleiner malerischer Küstenort wenige Kilometer östlich von Lyngby.

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Sightseeing in Kopenhagen

An meinem 3. Wochenende in Dänemark schafften wir es endlich einmal nach Kopenhagen in die Stadt hinein… Ich erhielt eine persönliche Führung durch die Stadt. Wir sahen lange nicht alles, was man in Kopenhagen eigentlich sehen musste, aber es war ein Anfang.

Der Sightseeing-Tag begann mit einer Parkplatzsuche auf Islands Brygge, einer schicken Wohngegend direkt am Wasser auf der Insel Amager, von der aus man bequem zu Fuß in die Kopenhagener Innenstadt spazieren kann.

Mein Däne steuerte sein Auto ergebnislos durch die vielen Seitenstraßen. So vergingen 20 Minuten, in denen ich bereits mindestens 10 halbseidene Parkmöglichkeiten entdeckt hatte. An fast jeder Kreuzung waren jeweils viele Meter Platz, fand ich. Und außerdem – parken wir eben halb im Parkverbot und riskieren einen kleinen Strafzettel. Was machte das schon? Die 10 oder 20 Euro würden uns schon nicht ruinieren, und meistens kommt man ja sowieso ohne Strafe davon… Sightseeing in Kopenhagen weiterlesen

Lyngby – ein Vorort am nördlichen Rand Kopenhagens

In den ersten Monaten unserer Fernbeziehung machte ich sehr viele Fotos. Die meisten hatten allerdings nur ein Objekt, und zwar meinen Dänen 🙂

Als ich aber nach den ersten 2 Besuchen verstärkt damit aufgezogen wurde, dass ich bei meinen Besuchen in den Norden offensichtlich ausschließlich ins „dänische Bettenlager“ reise, beschloss ich, zum Gegenbeweis künftig auch andere Motive in Betracht zu ziehen.

Starten wir mit einer Karte Dänemarks, damit wir alle auf denselben geographischen Stand bezüglich der Lage Dänemarks (das kriegen wahrscheinlich alle noch ganz gut hin) sowie Kopenhagens (das möglicherweise schon nicht mehr ganz…) kommen:

Danmark

Die dänische Hauptstadt Kopenhagen (hier zu finden unter dem dänischen Namen „København“) liegt also auf einer der dänischen Inseln, genannt Seeland (auf dänisch „Sjælland“). Lyngby – ein Vorort am nördlichen Rand Kopenhagens weiterlesen

Long distance relationship

Im Vorfeld dieses Besuchs hatte ich versucht, möglichst ohne besondere Erwartungen an mein Abenteuer in Kopenhagen heranzugehen. Denn eine Sache war, sich in einem Skiurlaub kennenzulernen und Feuer zu fangen, eine andere war es, 4 Tage zusammen zu verbringen, ohne sich wirklich zu kennen. Ich hatte mir vorsichtshalber grob einen Plan B zugelegt für den Fall, dass ich nicht das ganze Wochenende in der Wohnung des Dänen wohnen konnte. Die ganze Aktion an sich war ja generell etwas gewagt, und äußerst atypisch für meine nicht gerade risikofreudige Persönlichkeit…

Ich überstand den Flug in höchster Anspannung und Nervosität, und wappnete mich dann für das Wiedersehen nach 3 Wochen mit vielen romantischen SMS und Telefonaten. Long distance relationship weiterlesen

1000 Kilometer

Wieder zuhause erzählte ich dem ein oder anderen aufgeregt von meiner dänischen Bekanntschaft. Die Reaktionen waren ernüchternd. Hochgezogene Augenbrauen, unmerkliches Kopfschütteln und hier und da auch ein süffisantes Grinsen, weil ein „Skihaserl“ generell ja eine nette und harmlose Sache ist. Die man hinterher schnell wieder vergisst. Jemand sagte mir sogar ganz deutlich auf den Kopf zu, dass das wohl keinen Sinn mache und ich mir die Sache besser gleich aus dem Kopf schlagen sollte. 1000 km seien schließlich ein Ding der Unmöglichkeit.

Das Kribbeln ließ sich davon nicht beirren, obwohl ich generell ähnliche Gedanken hatte.

Der interessante Däne und ich schrieben täglich SMS. Schon in Wagrain war ein möglicher Besuch in Kopenhagen zur Sprache gekommen. 1000 Kilometer weiterlesen

Ein Däne in Wagrain

 

Wenig später kamen wir in Wagrain an und bezogen unsere gemütliche Ferienwohnung. Der Skirulaub ließ sich an wie erhofft: Tolle Schneeverhältnisse, gutes Wetter, nette Ski-WG, gute Stimmung. Tagsüber fuhren wir Ski und abends wechselte sich das Programm zwischen „gemütlich“ und „Party“ ab. Eine gute Mischung.

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Skiurlaub voraus

Im Sommer 2006 fragte mein Bruderherz, ob ich nicht Lust habe, ein halbes Jahr später mit ihm und seiner Freundin in den Skiurlaub zu fahren. Es waren auch noch ein paar andere Freunde dabei, und offenbar war noch ein Bett in der geplanten Ferienwohnung frei. Spontan sagte ich zu – mein letzter Skirurlaub war ein paar Jahre her und ich hatte mal wieder Lust auf Winterurlaub und Skifahren. Und auf unbeschwertes Feiern mit netten Leuten.

Der Zeitpunkt war für den Jahreswechsel angesetzt. Eher unoptimal für einen Vertriebscontroller, da nach einem Jahreswechsel alle vorhandenen Statistiken gleichzeitig anfallen. Monatliche, quartalsweise, halbjährliche und jährliche Auswertungen. Aber das würde schon irgendwie gehen, dachte ich mir und sagte zu.

Der Zeitpunkt rückte näher, und wenige Wochen vor dem Urlaub wurde mir klar, dass die Idee mit etwas Abstand im Sommer doch besser ausgesehen hatte als jetzt im Winter. Neben dem ganz normalen statistischen Wahnsinn zum Jahreswechsel hatte sich auch noch eine Auflagenprüfung angekündigt (der IVW-Prüfer lässt grüßen), und es war wieder mal klar, dass ich als Einzelkämpfer auf meinem Posten für diese Woche Urlaub sehr büßen müssen würde. Wie eigentlich bei fast jedem Urlaub, den ich nicht zu 100% nach den zeitlich sehr begrenzten Prämissen eines Statistiker-Jobs ausrichtete.

Mit den Jahren hatte ich mich zwangsläufig sehr auf die Restriktionen des Jobs eingestellt, aber ganz leise machte sich eine wachsende Frustration sowie der Wunsch nach mehr Freiheit und Spontanität breit, den ich lange sehr erfolgreich unterdrückt hatte. Skiurlaub voraus weiterlesen