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Downloading „Papa“….. 100% complete

Liva und ich unterhalten uns beim Haare kämmen über ihren Papa.

Ich erzähle ihr, dass Papa ein ganz lieber Kerl ist.

„Ich hab den Papa auch lieb, Mama“, erwidert sie daraufhin. „Ich LIEBE den Papa!“

Ich nicke. „Und was ist mit der Mama, Liva? Hast Du die auch lieb?“ Fishing for compliments.

Liva nickt zustimmend. Eine Weile schweigt sie und nagt an ihrer Unterlippe. Man kann förmlich hören, wie es in ihrem kleinen Kopf arbeitet.

„Mama?“

„Ja?“

„Ich hab Mama und Papa ganz lieb. Und bald werde ich Mama und Papa auch RUNTERLADEN!“

Bei dem Gedanken nickt sie sehr zufrieden mit sich selbst. Thema beendet.

Die Kinder von heute wachsen offenbar nicht nur mit Computer, Tablets, Handys und Apps auf, sie denken sogar digital 🙂

Lasse und die Zeichensprache

Für Kindermund-Geschichten muss ein Kind eigentlich schon sprechen können, dachte ich immer. Während Liva mit 3,5 Jahren also schon so langsam das ein oder andere High-Light präsentiert, müssen wir bei Lasse wohl noch etwas warten.

Er beginnt jetzt aber mit seinen ersten Worten. Vorgetragen von seinem übermäßig lauten Sprechorgan, das mich schon in Babyzeiten teilweise in den Wahnsinn getrieben hat. Dieser Bub ist wirklich unser Herzchen, ein kleiner Charmeur ohnegleichen, dessen strahlende Augen einem direkt ins Herz gehen. Aber er ist wild. Und laut.

Derzeit ruft er täglich cirka 200 Mal MAAAAAAAMA (und 30 mal PAPA). Oft sitzt er direkt neben mir und brüllt „MAAAAAAAAMA“ – in einer Lautstärke, als wäre ich im Wald um die nächste Biegung verschwunden. Dabei vergisst er, dass sich mein Ohr nur 5 cm Luftlinie neben seinem Sprechorgan befindet und nach seinem Ruf klingelt.

Ich bin aufgrund der permanenten direkten Ansprache etwas hektisch und nervös zur Zeit. Wenn man täglich bis zu 200 Mal dringend gerufen wird, um etwas zu sehen, zu hören oder zu tun, dann hat man das Gefühl, viel zu tun zu haben.

Lasse übt fleißig „fugl“ (Vogel), „miau“ (kennt jeder), „ble“ (Windel), „SE“ (guck!!) und natürlich das in dem Alter obligatorische „NEJ“ (Nein) sowie „JO“ (DOCH). Auch das Wort „ja“ befindet sich in seinem Repertoire, aber es findet derzeit eher selten Anwendung. Lasse und die Zeichensprache weiterlesen

Meine Tochter kann nicht nur schimpfen…

 

… sondern auch loben. Sogar mich!

Heute hatte ich für sie aufgrund eines großen zwischengeschwisterlichen Tumults ein paar Legosteine von der Legoplatte Ihres Bruders entwendet, ohne dass dieser es während seines eigenen eifrigen Bauvorhabens merkte, damit Liva ihre Platte mit diesen letzten übrigen Steinen fertigbauen konnte 🙂

Daraufhin erntete ich großes Lob!

„Mama, Du bist aber süß!“

In ihrem Kopf arbeitete es.

„Und deswegen darfst Du bald mit mir spielen…. (sie grübelt etwas weiter)…. Nächstes Jahr, Mama!“

 

Vorfreude ist schließlich die schönste Freude! Und die 24 Tage bis dahin sind auszuhalten. ..

 

Beschimpfungsvarianten anderer Kleinkinder

 

„Ab in den Mülleimer!“ ist also derzeit das Schlimmste, was unserer 3,5-Jährigen einfällt, wenn sie maßlos sauer auf  uns ist. Bzw. auf mich.

Nun finde ich es interessant, was im Kopfe eines kleinen wütenden Mädchens vor sich geht, wenn es die Mama in den Mülleimer wünscht, und daher habe ich sie in einer ruhigen Minute mal gefragt, was Mama im Mülleimer denn dann tut. Beschimpfungsvarianten anderer Kleinkinder weiterlesen

Beschimpfungsversuche einer 3-Jährigen

Liva hat vor 1-2 Wochen aus dem Nichts heraus ein neues Level der Autonomiephase erreicht und die schon vorher beachtliche Intensität der Trotzanfälle noch etwas gesteigert.

Jeden Abend gibt es derzeit einen akuten Anfall, wenn wir sie ins Bett bringen. Heute dann vor lauter Wut die ersten Beschimpfungen, die der noch etwas überraschten Mama galten.

„MOR, du er DUM“ (= Mama, Du bist dumm!).
Ok. Tatsächlich? Ich bin etwas perplex angesichts dieses Überraschungsangriffes.

Auf dem Fuße folgt die Steigerung:
„MOAAAAAR! Du er bare DUM!“ (=Mama, Du bist einfach dumm!)

Äh – NEIN, bin ich nicht! Du gehst jedenfalls trotzdem ins Bett 🙂

Liva stampft mit dem Fuß auf.
„MOR! Ind i skraldespanden med dig!!!!!“  (= MAMA! Ab in den Mülleimer mit Dir!!!).

Ok ich gebe zu: An dieser Stelle bin ich ganz unpädagogisch in Lachen ausgebrochen…was die Wut der kleinen hitzigen Dame bestimmt nicht schmälerte.

Mir schwant leise, dass ich ab einem unbestimmten Zeitpunkt in der Zukunft über die noch aufkommenden Beschimpfungsintensitäten möglicherweise nicht mehr lachen kann. Mal sehen.