Urlaub an der dänischen Westküste: Durchhänger und fangfrischer Fisch!

Schon gestern Abend beim Blog-Schreiben überkam mich ein ungutes Gefühl. Heute Morgen stand dann fest: Nun hatte es mich auch erwischt! Jetzt war ich an der Reihe mit dem zerknautschten Aussehen und den Halsschmerzen. Autsch! Um überhaupt irgendetwas mit diesem Tag anfangen zu können, warf ich erst mal Schmerztabletten ein. Danach wanderte ich direkt auf die Couch.

Draußen war herrlichstes Wetter. Sonne, Sonne und nochmal Sonne. Ein perfekter Tag für Ausflüge in die Gegend. Zumindest für die gesunden Familienmitglieder. Mein Mann übernahm das Zepter. Zunächst einmal wollte er das Haus staubsaugen, was nach drei Tagen mit vier Personen dringend notwendig war. Schon die letzten Tage hatten wir uns gefragt, wo eigentlich der Staubsauger versteckt sein könnte. Im Wandschrank im Flur hatten wir hinter diversen Besen, Eimer und Putzlappen einen langen Staubsaugerschlauch gefunden. Aber wo war der Staubsauger?

Mein Mann suchte alle Zimmer ab und verließ zu guter letzt das Haus, um im Schuppen und Technikraum nachzusehen. Fehlanzeige. Interessiert betrachtete ich sein Treiben von der Couch aus. Schließlich kniete er im Wohnzimmer vor einem Steckdosendeckel, der mit „Staubsauger“ beschriftet war. Gesehen hatte ich diese Beschriftung schon am ersten Tag und war ob des Ordnungssinnes des Hauseigentümers schwer beeindruckt. In diesem Haus hatte der Staubsauger sogar seine eigene Steckdose!

Mein Mann hob den Deckel der vermeintlichen „Steckdose“ und das Rätsel war gelöst. Die Steckdose war gar keine Steckdose sondern ein Staubsauger 🙂 Staubsaugerschlauch in die Öffnung hineingesteckt und schon ging´s los! Da hätten wir noch lange weitersuchen können. Das „Luxusferienhaus #3490“ verfügt über einen modernen Zentralstaubsauger. Wie ich darauffolgend gelernt habe, ist dies sehr gut fürs Innenklima eines Hauses und spart gleichzeitig Energie.

Am späten Vormittag fuhr ich zum Büro von DanWest in Årgab. Dort traf ich mich mit dem Inhaber Karsten Fyhn. Karsten hatte mir bereits bei unserem ersten Treffen im Mai viel über DanWest erzählt. Bei diesem Treffen hatten wir die Vereinbarung über ein Blog-Sponsoring getroffen. Zwischenzeitlich ist bei DanWest einiges passiert: Während DanWest im Mai etwas über 400 Ferienhäuser im Programm hatte, können Urlaubsgäste mittlerweile aus cirka 475 Häusern wählen. Ein ordentlicher Zuwachs im letzten halben Jahr! In den Monaten Juli bis September hatte das DanWest-Team auch alle Hände voll zu tun: Nahezu alle Häuser waren durchgängig belegt. Auch im Oktober war die Belegung außergewöhnlich hoch. Karsten erzählte, dass der diesjährige Sommer den besten Sommer auf Holmsland Klit seit 150 Jahren darstellte. Dies machte vielen Urlaubern Lust auf einen Dänemark-Urlaub auch im nächsten Jahr. Viele haben bereits wieder gebucht.

Auch der November ist außergewöhnlich mild und sonnig. Während ich mit Karsten über die Ferienhausbranche und den Blog „4 Nordlichter“ sprach, genossen die drei anderen Nordlichter das herrliche Wetter am Strand.

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Nach meinem Termin bei DanWest schlüpfte ich zuhause wieder in meinem Schlabberlook und legte mich zusammen mit Sohnemann hin zum Mittags- und Gesundheitsschläfchen.

Für den Rest des Tages hatte ich noch einige Pläne. Nach dem Aufwachen wollte ich meine Familie entweder zum Strand von Årgab oder zum Ringkøbing Fjord entführen. Karsten hatte mir eine schöne Ecke am Fjord empfohlen. Meine Pläne musste ich nach einem Blick in den Spiegel aus Vernunftsgründen jedoch revidieren und auf die nächsten Tage verschieben.

Stattdessen entführte mein Mann unsere Tochter zum Angeln an einen Put-and-Take-See in der Nähe. Mein Mann angelt – wie viele Dänen – leidenschaftlich gerne und wird magisch von jedem Gewässer angezogen, das Fische beinhalten könnte. Die Gegend um Holmsland Klit ist für Angler super geeignet.

Als Sohnemann und ich ausgeschlafen hatten und noch leicht verwirrt und zerzaust durchs Haus tappten, kamen unsere zwei Angler nach Hause. In der Hand (bzw. der Tüte) einen fangfrischen Fisch!!!

Sie hatten ein bis zwei Stunden am See geangelt, zunächst ohne Erfolg.  Etwas später trafen sie eine Gruppe deutscher Angler, die sich mit mehreren gefangenen Fischen auf den Heimweg machten. Sie zeigten meinem Dänen, wo sie gestanden hatten und mit welchem Köder sie geangelt hatten. Mein Mann tat es ihnen nach und schon wenige Minuten später war der heißersehnte Fisch an der Angel.

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Sehr zum Stolze meiner beiden Angler.

Während ich blogge, wird der Fisch gerade mit viel Liebe in der großzügigen Küche unseres Ferienhauses zubereitet.

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Diese moderne Küche mit massenhaft Arbeitsfläche, Schubladen und Schränken werden wir nach unserem Urlaub vermissen…. Wir haben eine ältere, vergleichsweise kleine Küche. In einer großen Küche ist Kochen einfach ein ganz anderes Erlebnis.

Sagt mein Mann 🙂

Den heutigen Tag werden wir also mit einem leckeren Fischgericht ausklingen lassen, wonach ich mich wieder auf die Couch begebe – in der Hoffnung, morgen etwas fitter zu sein für neue Pläne und Erlebnisse.

God aften alle sammen!
Fortsetzung:
Urlaub an der dänischen Westküste: Ringkøbing Fjord und Årgab Strand

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4 Kommentare zu “Urlaub an der dänischen Westküste: Durchhänger und fangfrischer Fisch!”

  1. Zwei neue Projekte für euch zu Hause:
    1.) eine größere Küche,
    2.) ein in der Wand integrierter Staubsauger (Wie genial ist das denn bitte?! *g*)

    1. Huhu lieber Cousin,

      1) das wäre was, aber um die Küchenzelle (ja, Zelle :-)) größer zu machen, müssten wir erst mal Wände versetzen. Puh. Projekt weit nach hinten verschoben (wenn auch nicht gestrichen).
      2) Ja, ist das nicht lustig??? Ein Wandstaubsauger? Hast Du sowas schon mal gesehen? Ich fühle mich echt hinterwäldlerisch… 🙂 Man lernt nie aus.

      LG Mary

    1. Hallo Yvonne,
      dankeschön, das konnte ich letzte Woche gut gebrauchen 🙂
      Ich weiß leider gar nicht, wie der See heißt, an dem mein Mann war. Er war aber nicht so empfehlenswert. Es gibt sehr viele gute Put-and-take-Seen in der weiteren Umgebung, auch mit Charme und schöner Optik und nicht so künstlich.

      VlG
      Mary

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