Ein Wochenende in Hvide Sande: Fiskeriets Hus

Das Museum und Aquarium Fiskeriets Hus in Hvide Sande öffnete um 10 Uhr. Nur wenig später standen wir vor dem roten Museumsgebäude, das – wie ich nachlesen konnte – im Stil der früheren Geräteschuppen des Fischereihafens in Hvide Sande gehalten ist.

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Der Ausweis des Guesthouse Hvide Sande Bed & Breakfast gilt für zwei Erwachsene und zwei Kinder, so dass unser Museumsbesuch komplett „aufs Haus“ ging.

Als wir die ersten Ausstellungsräume betrachten, wurde uns plötzlich klar: Wir hatten gerade einen neuen Meilenstein erreicht! Unser erster Museumsbesuch mit den beiden Kleinen. Nach und nach eroberten wir uns die (Erwachsenen-)Welt zurück!

Vom Museum hat man einen herrlichen Ausblick auf den Ringkøbing Fjord und den Seeweg nach Hvide Sande. In den oberen Räumen befindet sich die Ausstellung, unten geht es nach weiteren Ausstellungsräumen zum Aquarium.

Das Fiskeriets Hus zeigt die Entwicklung des Fischerortes Hvide Sande, das erst vor 80 Jahren nach der Errichtung der Schleusen entstanden ist. Die Schleusen wurden damals eigentlich aufgrund der niedrigliegenden Felder der Bauern längs des Ringkøbing Fjords gebaut. Der direkte Zugang zum Meer bot gleichzeitig jedoch optimale Bedingungen für ein Fischerörtchen. Im Museum lernt man unter anderem einiges über die fahrbaren Untersätze der Fischer. Spannend ist auch zu erfahren, wie ein Fisch heutzutage auf den Mittagstisch überall in Europa gelangt (Quelle: http://fiskerietshus.dk/0m_fiskeriets_hus.htm)

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Von einem detaillierten Museumsbericht sehe ich an dieser Stelle ab. Zum einen bin ich mehr Reality Blogger als Reiseblogger – zum anderen verwendeten wir mindestens die Hälfte unserer Aufmerksamkeit dazu, zwei kleine, lebhafte Gestalten durch das Museum zu geleiten.

Die aufgenommenen Bilder sprechen daher für sich:

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An dieser Stelle hätten wir uns aus Sicht meiner Tochter die restlichen Ausstellungsräume  eigentlich sparen können.

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Bei Anblick dieses Schiffs, mutierte sie unwiederbringlich zum Kapitän desselben und erteilte dem Rest der Familie lautstarke Befehle. Andere Museumsbesucher fühlten sich möglicherweise hiervon ebenfalls angesprochen.

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Mit der Aussicht auf lebende Fische im Aquarium gelang es uns jedoch schließlich, den begeisterten Kapitän und seinen kleinen Matrosen zum Weitergehen zu bewegen.

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Im Aquarium bestand unsere größte Herausforderung darin, den kleinen Zwerg davon abzuhalten, jeden einzelnen Fisch mit voller Begeisterung und wilden Klopfzeichen an der Scheibe zu begrüßen.

Es gab auch ein offenes Becken, in dem man Fische vorsichtig anfassen durfte und Krebse fangen konnte. Sofern man das wollte.

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Nach einer relativ langen Zeit im Aquarium, in der die Kinder tatsächlich von all den verschiedenen Fischen sehr gebannt waren, meldete sich ihr bekannter Bewegungsdrang zurück. Sie fanden eine lange Rampe, an der sie diesen ausleben konnten. Während beide Kinder also unermüdlich die Rampe hoch- und runterrannten (und dabei Rücksicht auf die spärlichen weiteren Besucher des Fiskeriets Hus nahmen), konnten wir Eltern die Bewohner des Aquariums noch etwas eingehender inspizieren.

Abgerundet wurde unser Besuch im Fischermuseum von einem Besuch im Angelgeschäft gegenüber. Meine bessere Hälfte erstand ein Paar Angelhosen (mit Gummistiefeln dran), die er sich schon seit Ewigkeiten zulegen wollte. Seitdem mein Mann bei einem Ausflug an den Isefjord einen Angler bis zur Hüfte im Wasser hatte stehen sehen, der von diversen Erfolgen berichtete, träumt mein Mann vom Angelglück in unseren heimischen Fjorden.

Vor diesem Regal blieben die Kinder wie angewurzelt stehen:

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Leicht verwirrt blickten sie auf die riesige Auswahl an vermeintlichen leckeren,  bunten Süßigkeiten. Es handelte sich jedoch lediglich um leckere, bunte Fischköder aus Gummi in allen Größen, Farben und Fischformen. Der Papa konnte somit in aller Ruhe seine Angelhose inklusive Gummistiefel anprobieren, während die Kinder ehrfürchtig die verschiedenen Gummifische herausnahmen, sie anfassten, sie in der Luft zappeln ließen und sie zu guter letzt wieder ordentlich in ihr Körbchen zurücklegten.

Als wir aus dem Angelladen kamen, war die Sonne vollends herausgekommen. Es war schlagartig richtig warm.
Die Nordsee rief – und diesmal bei Sonne !

-> Fortsetzung: Ein WE in Hvide Sande – die Westküste bei Sonne

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2 Kommentare zu “Ein Wochenende in Hvide Sande: Fiskeriets Hus”

  1. Hallo Mary!

    Jaja, das „Fiskerits Hus“!!
    Bei jedem Urlaub ein MUSS 😃!!!

    Leider war dieses Jahr die Cafeteria geschlossen und wir konnten gar nicht in Erfahrung bringen, wie es dem netten älteren Ehepaar geht, welches dort Kaffee und Kuchen verkauft und vor einigen Jahren (ich glaube schon vor über zwei Jahrzehnten, kann mich aber auch irren…) aus Deutschland, ich glaube aus der Nähe von Hamburg, an die Westküste ausgewandert ist.

    Trotz allem ist das „Fiskerits Hus“ ein fester Bestandteil unseres jährlichen, manchmal sogar zweimal im Jahr, Urlaub in und um Hvide Sande 😃!!!

    LG
    Martina

    1. Hallo Martina,
      oh, noch jemand, der sein Herz an Holmsland Klit verloren hat.
      In und um Hvide Sande herum sind offenbar viele deutsche Auswanderer. Das ist eine regelrechte Kolonie 🙂
      Liebe Grüße
      Mary

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