Neuer Kindermund aus eigener Nachwuchsproduktion

Die Große (4 Jahre) langweilt sich und möchte raus in den Garten. „Mama. Ich muss raus!“
Sie überlegt ein paar Sekunden nach geeigneten Argumenten. Plötzlich leuchten ihre Augen auf. Sie ist fündig geworden.
„Mein Bein muss nämlich ein bisschen Luft haben!“
Weitere Sekunden vergehen. Sie schaut angestrengt auf ihre Beine.
„Das rechte Bein, Mama!“
Na, wenn das SO ist, dann ab in den Garten mit dem rechten Bein und Luft schnappen.

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Die Große ist mal wieder sauer auf mich.
„Mama, Du bist dumm!“ höre ich.
Das kenne ich schon. Ob ich wieder in den Mülleimer muss?
(siehe hier).
„Ab ins GEFÄNGNIS mit Dir, Mama!“
Die aktuellste Beschimpfungsvariante. Sehr kreativ.
Mülleimer mit Dreieinhalb, Gefängnis mit Vier.
Was kommt danach?

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Die Große spielt hingebungsvoll Playmobil am Tisch. Plötzlich lässt sie alles stehen und liegen und stürmt an den Kühlschrank. Sie holt die Milch raus und einen Becher.
„Mama, ich brauche schnell Milch in meinen BAUCH!“
Ich schenke ihr ein. Sie trinkt einen großen Schluck und stellt den Becher ab. Sie schaut auf ihren Bauch und wartet einen Moment.
„So! Jetzt ist die Milch unten angekommen!“
Sie kehrt auf dem Absatz um und spielt zufrieden weiter.

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Die Große hat einen leichten Magen-Darm-Virus.
(Keine Sorge, es gibt keine Details).
Ich erkläre ihr das  für sie interessante Ereignis mit dem einfachen Wort DURCHfall. Sie nickt und speichert sich das Wort in ihrem wissbegierigen Gehirn. Eine halbe Stunde später tritt das Ereignis erneut ein. Sie verschwindet auf der Toilette und managt alles alleine. Ein paar Minuten später gehe ich zu ihr und schaue nach, ob alles in Ordnung ist.
Die kleine Dame sitzt ganz gemütlich, mit baumelnden Beinen, den Kopf auf die Ellbogen gestützt.
Sie sieht mich an und seufzt.
„Mama, ich hab wieder UNfall!“

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Im Kindergarten vor 2 Jahren.
Ich gebe meine Große (damals 2 Jahre) ab und muss mit ihr durch eine Gruppe spielender Kinder durch. Alter: schätzungsweise 3 bis 4 Jahre.
Ein kleines Mädchen auf dänisch zu mir:
„Hvad hedder du?“ (wie heißt Du?)
Meine einfachste Übung. Erste Lektion im Dänisch-Intensivkurs. Schon 1000 mal gesagt, seit ich hier lebe.
Ich antworte: „Jeg hedder Mary“ (Ich heiße Mary).
Zufrieden gehe ich weiter.
Das Mädchen jedoch runzelt die Stirn und folgt mir.
„Und was sprichst DU für eine Sprache???“, fragt sie.

Äh…. dänisch! Dachte ich zumindest bisher!
Ein wenig frustrierend, von so einem kleinen Stöpsel anhand von nur DREI Wörtern entlarvt zu werden…

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