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Lasse und die Zeichensprache

Für Kindermund-Geschichten muss ein Kind eigentlich schon sprechen können, dachte ich immer. Während Liva mit 3,5 Jahren also schon so langsam das ein oder andere High-Light präsentiert, müssen wir bei Lasse wohl noch etwas warten.

Er beginnt jetzt aber mit seinen ersten Worten. Vorgetragen von seinem übermäßig lauten Sprechorgan, das mich schon in Babyzeiten teilweise in den Wahnsinn getrieben hat. Dieser Bub ist wirklich unser Herzchen, ein kleiner Charmeur ohnegleichen, dessen strahlende Augen einem direkt ins Herz gehen. Aber er ist wild. Und laut.

Derzeit ruft er täglich cirka 200 Mal MAAAAAAAMA (und 30 mal PAPA). Oft sitzt er direkt neben mir und brüllt „MAAAAAAAAMA“ – in einer Lautstärke, als wäre ich im Wald um die nächste Biegung verschwunden. Dabei vergisst er, dass sich mein Ohr nur 5 cm Luftlinie neben seinem Sprechorgan befindet und nach seinem Ruf klingelt.

Ich bin aufgrund der permanenten direkten Ansprache etwas hektisch und nervös zur Zeit. Wenn man täglich bis zu 200 Mal dringend gerufen wird, um etwas zu sehen, zu hören oder zu tun, dann hat man das Gefühl, viel zu tun zu haben.

Lasse übt fleißig „fugl“ (Vogel), „miau“ (kennt jeder), „ble“ (Windel), „SE“ (guck!!) und natürlich das in dem Alter obligatorische „NEJ“ (Nein) sowie „JO“ (DOCH). Auch das Wort „ja“ befindet sich in seinem Repertoire, aber es findet derzeit eher selten Anwendung. Lasse und die Zeichensprache weiterlesen