Archiv der Kategorie: Alltag im Norden

Hat mein „Pascha-Leben“ bald ein Ende?

Vor dreieinhalb Monaten haben wir ganz bewusst dem stressigen dänischen Familienmodell mit 2 in Vollzeit arbeitenden Elternteilen den Rücken gekehrt. Da wir keinerlei Familien-Netzwerk hier bei uns in der Nähe haben, das uns in anstrengenderen Zeiten hin und wieder unter die Arme greifen könnte, kamen wir bei dem Versuch, zwei so kleine Kinder mit 2 Jobs, Haushalt und Garten zu vereinen, regelmäßig an unsere Grenze. Und manchmal darüber hinaus!

In meinem Job bei DanCenter herrscht Ausnahmezustand in der Hochsaison, und wir als Familie mussten daher diesen Sommer ganz schön strampeln! Solange die Kinder und wir gesund sind, hält unser mühsam errichtetes Kartenhaus trotz Gegenwind einigermaßen stand. Manchmal steht es auf wackeligen Beinen, aber so ist das mit Kartenhäusern. Sobald jedoch dunkle Wolken am Horizont aufziehen und der Wind sich zum Sturm aufbläst, dauert es nicht lange und das Kartenhaus fällt in sich zusammen. Ein „Sturm“ kommt gerne auf, wenn z.B. ein oder mehrere Zwerge mehrere Tage krank sind und/oder ein oder mehrere Elternteile ebenfalls ausfallen.

Wie dem auch sei: Man kann das alles überleben. Schließlich wächst man an seinen Aufgaben! Hat mein „Pascha-Leben“ bald ein Ende? weiterlesen

Mein deutscher Wortschatz schwindet….

 

…. und muss daher unbedingt durch tägliches Training aufrechterhalten werden.

Eben gerade schreibe ich an einem Blogeintrag und plötzlich fällt mir ein Wort nicht ein. Es liegt mir auf der Zunge und will partout nicht rauskommen. Ich denke und denke, und das Wort entfernt sich mehr und mehr. Mein deutscher Wortschatz schwindet…. weiterlesen

Julefrokost-Strohwitwe die Zweite

Heute ist mal wieder eine der traditionellen, berühmt-berüchtigten dänischen Weihnachtsfeiern. Sie heißen JULEFROKOST (von dän. Jul: Weihnachten und frokost: Mittagessen) und sind so ein bisschen das, was bei uns in Deutschland FASCHING ist.

Jeder, der einen Job hat, hat mindestens einen Julefrokost. Meiner wäre gestern gewesen, aber es macht wenig Sinn, dort halb krank aufzuschlagen, denn man braucht alle seine Kräfte 🙂  Viele haben aber mehrere Julefrokosts, mit Freunden, mit den Kollegen des Nebenjobs, mit alten Abschlussklassen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Viele Julefrokosts beginnen schon sehr früh am Tag bzw. Nachmittag, denn eigentlich waren sie ja mal ursprünglich Mittagessen. Deswegen enden sie aber nicht unbedingt früher, sondern es wird gefeiert, so lange man kann. 

Es gibt ein traditionelles kaltes Buffet mit ganz bestimmten Leckereien. Eine Art Krustenbraten, Matjes in Zwiebeln, Frikadellchen, Gurken, Leberwurst, eine spezielle Bratwurst, Eier, Krabben und vieles mehr. Dazu wird gut getrunken. Bier und dann immer mal noch ein Schnäpschen dazwischen. Oder auch zwei.

Julefrokost-Strohwitwe die Zweite weiterlesen

Ein Meilenstein als Eltern: Der erste Kinobesuch!

Wir waren im Kino !!!

Wer sich an dieser Stelle fragt, was daran besonderes sein soll ….

Es war das erste Mal seit cirka 4 Jahren! Das letzte Mal ist so lange her, dass ich mich nicht mal an den Film erinnern kann.

Und das passiert MIR, die zu ihren Pre-Dänemark-Zeiten pro Woche mindestens einmal ins Kino gegangen ist. Die mit Andacht die Vorfilme angeschaut und auf diese Weise gleich die nächsten potentiellen Filme entdeckt hat. Quasi wie ein Kettenraucher. Den nächsten Film gleich am alten „angezündet“. Ein Meilenstein als Eltern: Der erste Kinobesuch! weiterlesen