Warum es schön ist, Kinder zu haben….

….. und warum es sich nachweislich lohnt, auf seine Energie, seinen Schlaf, sein funktionierendes Nervenkostüm und auf seine Zeit einige Jahre lang zu verzichten!

Unter diesem Namen möchte ich heute mal eine Serie beginnen über kleine Erlebnisse, die mir persönlich wieder in Erinnerung rufen, warum ich mir eigentlich 2 Zwerge zugelegt habe 🙂 Die Liste ist persönlich und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit sondern kann nach Belieben erweitert werden.

Ich finde es wunderbar, Kinder zu haben….

… wenn ich abends ins Bett gehen möchte, meine Bettdecke aufschlage und mich darunter ein riesiges Plastik-Hüpfpferd (Rudi), ein bunter meterlanger Tausenfüßler aus Stoff (Livas „Pferd“ mit dem Namen „Schneller Blitz“) und ein Stoff-Kätzchen erwarten, die von Liva liebevoll ins Bett gebracht und zugedeckt wurden, weil es sich im Elternbett einfach am gemütlichsten schläft.

… wenn ich abends meine 3-jährige Tochter mit kleinen Rollenspielchen am Besten ins Bett kriege, und von ihr hierfür ein Pferd zur Verfügung gestellt bekomme (kreativ dargestellt durch ein rotes BobbyCar-Abschleppseil mit dem Namen „kleiner Donner“), sie sich auf ihr eigenes Pferd setzt (der bereits erwähnte Stoff-Tausendfüßler „Schneller Blitz“) und wir beide vom Wohnzimmer einen langen Ritt durch den Wald in ihr Kinderzimmer reiten. Dieses Rollenspiel erfolgt stets nach dem Sehen einer Folge Yakari.

…. wenn wir vor dem Zubettgehen anstelle von Yakari eine Folge „Dschungelbuch“ sehen und wenn wir danach nicht auf Pferden ins Kinderzimmer reiten müssen sondern Liva sich in den Panther Bagheera verwandelt und sich entsprechend auf allen Vieren den Weg durch den Dschungel bahnt, während ich als Balou, der behäbige Bär, hinterher trotte.

… wenn wir zusammen in Livas Bett liegen, und Liva beim Vorlesen einer Yakari-Geschichte den ersten völlig unkontrollierten Kicher- und Lachanfall ihres jungen Lebens bekommt, nachdem ich ihr einen Satz vorlese, in der ein Pelikan mit Schüttelfrost seinen Namen stottert („Ich b-b-b-b-bin ein Pe-pe-pe-pelikan“), und wenn ich nach einer Minute in dieses ansteckende Lachen einfalle und wir beide lange, lange überhaupt nicht mehr aufhören können und bei jedem weiteren Vorleseversuch meinerseits wieder von neuem beginnen, bis uns die Bäuche vor Lachen weh tun.
DAS kenne ich eigentlich nur von meiner Cousine Nicole, mit der ich als Kind öfters solche Lachanfälle bekam, die nicht mehr zu stoppen waren und nach einiger Zeit in Lachkrämpfe mit Bauchschmerzen übergingen 🙂
Toll, wenn einem das nach vielen, vielen Jahren mit seiner eigenen Tochter wieder passiert und wenn man damit sogar den Papa weckt, der nebenan im Zimmer beim Zubettgehen des kleinen Knopfs eingeschlafen war.

… wenn ich morgens beim Frühstück nicht mit „Hallo Mama“ sondern mit „Hallo Balou“ begrüßt werde.

… wenn mein kleiner Sohn sich seit neuestem sein Brötchen mit Marmelade selbst schmiert und ihm bisher nur ein Marmeladenglas auf den Boden gefallen ist, was heilblieb und nur die eine Hälfte der Marmelade auf den Boden verteilte, während die andere im Glas verblieb.

… wenn mir meine kleine Tochter nach dem Baden massiv auf den Wecker fällt, weil sie beim Haarefönen einfach nicht ruhig sitzenbleiben und in ihrem Buch lesen kann, sondern sich 5 mal um ihre eigene Achse dreht, die Handtücher ständig neu anordnet, aufsteht, den Schemel an eine andere Stelle im Bad platziert, sich hinsetzt, wieder aufsteht, noch schnell ihre Unterhose anziehen muss, nochmal ein anderes Buch holen muss usw. – und wenn ich zu guter letzt die Nerven verliere und ihr androhe, bald die langen Haare abzuschneiden (was ohne Wirkung bleibt) und danach entnervt und beleidigt aus dem Bad renne und streike. Wenn sie mir dann hinterherkommt und sagt „Ruhig, Mama, ruhig!“ (beruhigen kleine Mädchen ihre aufgebrachten Mütter?? Oder müsste das nicht umgedreht funktionieren?) und wenn sie sich daraufhin brav auf den Schemel niederlässt mit den Worten „Mama, ich bin jetzt „Stiller Fels“ und so kannst Du mir endlich in Ruhe die Haare fönen“.
Stiller Fels??? Ich glaube, die Serie Yakari nimmt doch etwas überhand. Aber es hat funktioniert und ich konnte dem völlig unbeweglichen „Stillen Fels“ endlich die Haare trocken fönen.

… wenn ich mit meiner Tochter ein Hello Kitty Memory mit 48 Karten spiele, mich wirklich dabei anstrenge und dann ganz knapp verliere…

… wenn ich Montag Morgen nach einem Familien-Wochenende trotz aller Liebe auf die Arbeit verschwinden und mich abends dann mit neuer Energie auf weitere Erlebnisse mit den Kindern freuen kann.

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